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Aktienmärkte unter Druck – Inflationsrate in Eurozone verstärkt sich deutlich

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Aktienmärkte unter Druck – Inflationsrate in Eurozone verstärkt sich deutlich

Steigende Zinsen an den Bond-Märkten, die herrschenden Sorgen um den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und zuletzt auch die wachsenden Befürchtungen, dass die exzessive Geldschwemme die Inflation enorm anheizen wird, setzen die Aktienmärkte unter Druck. Der Dax war zum Mittag nach einem recht stabilen Start zwischenzeitlich fast 2 Prozent ins Minus gerutscht und kann sich derzeit mit einem Minus von 1,4 Prozent bei der Marke von 13.750 Punkten halbwegs stabilisieren. Doch die mittelfristigen Aussichten bleiben trotz der anstehenden enormen Konjunkturprogramme wenig erfreulich. Als zu stark empfinden viele Marktbeobachter den Vorlauf der Aktienmärkte, der bereits eine große Erholung der Wirtschaft einpreist.

Inflation in der Eurozone steigt deutlich

In der Eurozone hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres deutlich verstärkt. Die Jahresinflationsrate stieg im Januar auf 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Rate noch deutlich niedriger bei minus 0,3 Prozent gelegen. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Analysten erwartet bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.

Wichtig für die Entwicklung der Teuerungsrate sind die Energiepreise. Diese sanken im Januar zwar um 4,2 Prozent im Jahresvergleich, der Rückgang war aber deutlich schwächer als in den Monaten zuvor. Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Januar bei 1,4 Prozent. Im Dezember hatte sie nur bei 0,2 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank strebt für den Euroraum eine Rate auf mittlere Sicht von knapp zwei Prozent an. Noch ist die Inflationsrate weit von diesem Wert entfernt. Die Notenbank betreibt daher eine sehr lockere Geldpolitik. Zudem dürften die Zahlen im Januar nur bedingt aussagekräftig sein, da Sondereffekte wie das Auslaufen der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung und die Einführung einer CO2-Abgabe in Deutschland die Zahlen verzerrt haben.

Ohnehin empfinden viele die Messwerte als nicht wirklich repräsentativ, da vor allem an den Finanzmärkten und auch bei Immobilien die Geldschwemme extreme Wirkung zeigt, wie die enormen Bewertungen vieler Werte zeigen.

onvista-Redaktion/dpa-AFX

Titelfoto: H-AB Photography / shutterstock.com

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