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Argentinien-Wahl - Mitte-Links Politiker Fernandez gewinnt

Reuters

Buenos Aires (Reuters) - Der Mitte-Links-Politiker Alberto Fernandez hat nach ersten amtlichen Ergebnissen die Präsidentenwahl in Argentinien gewonnen.

Der Oppositionskandidat liegt nach Auszählung der meisten Stimmen deutlich vor Amtsinhaber Mauricio Macri, wie am Montag aus Zahlen der Wahlbehörde hervorging. Die ersten offiziellen Ergebnisse zeigen die Mitte-Links-Partei um Fernandez mit 47,21 Prozent der Stimmen vor dem konservativen Präsidenten Mauricio Macri mit 41,42 Prozent. Damit hätte Fernandez genug Stimmen, um eine Stichwahl mit Macris zu vermeiden.

Die Wähler erteilten mit dem Ergebnis Macris harter Sparpolitik inmitten einer Wirtschaftskrise eine Abfuhr. "Dieser durchschlagende Sieg in der ersten Runde ist ein sehr klarer Ausdruck des argentinischen Volkes", sagte Felipe Solé, einer der engsten Berater Fernandez'.

Fernandez hatte Macri bereits bei einer Vorwahl deutlich geschlagen. Dies löste an den Finanzmärkten Panik aus: Anleger befürchten, dass er eine Rückkehr zur Politik von Macris Vorgängerin Cristina Fernandez de Kirchner anstrebt, die auf Handels- und Kapitalkontrollen gesetzt hatte.

Argentiniens Wahl könnte weitreichende Folgen haben: In einer der größten Ölschiefer-Lagerstätten der Welt, der Vaca Muerta Formation, treibt die argentinische Regierung die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen weiter voran und mischt damit den globalen Energiehandel auf. Außerdem ist Argentinien einer der weltweit führenden Getreideexporteure und steht kurz vor Restrukturierungsgesprächen mit Gläubigern, einschließlich des Internationalen Währungsfonds, über 100 Milliarden Dollar Staatsanleihen.

Zugehörige Werte

S&P MERVAL 51.083,76 Pkt. +0,17% +89,33
Ölpreis Brent 44,87 USD -0,44% -0,20
Ölpreis WTI (Spot) 42,19 USD -2,47% -1,07

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