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Corona-Sorgen drücken auf die Stimmung an den Finanzmärkten – FED-Vertreter werden nervöser – „Werden Maßnahmen falls nötig ausweiten“

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Corona-Sorgen drücken auf die Stimmung an den Finanzmärkten – FED-Vertreter werden nervöser – „Werden Maßnahmen falls nötig ausweiten“

Nachdem gestern bereits durch schlechter als erwartete Konjunkturprognosen und weiter steigende Corona-Infektionszahlen die Sorge an die Börsen zurückgekehrt ist, zeigen sich die Märkte auch heute verhalten und lassen den Dax leicht im Minus. Aktuell richten sich die Blicke wieder etwas mehr auf die weltweit steigenden Corona-Zahlen, nachdem viele Anleger die damit verbundenen Risiken für die Wirtschaft zuletzt teils ausgeblendet hatten. Dabei ist besonders die USA im Blick, denn mit 60.000 Neuinfektionen an einem Tag gab es dort einen neuen Rekord.

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA mit seinen 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen – vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Der Immunologe Anthony Fauci – der zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört – hatte sich zuletzt angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in einem Live-Chat.

Das könnte die Sorgen an den Börsen noch verschärfen. Vielmehr als eine kleinere Korrektur nach dem zuvor steilen Anstieg der Aktienkurse sei es bislang aber nicht, erklärte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda.

FED hält den Finger am Geldbazooka-Abzug bereit

Auch Vertreter der US-Notenbank zeigen sich zunehmend besorgter aufgrund der Lage. Sie haben, sollte es nötig werden, weitere Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen in Aussicht gestellt. Es gebe zwar bereits eine Menge an Maßnahmen der Notenbank, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Fed, Richard Clarida, am späten Dienstagabend dem Fernsehsender CNN. „Es gibt noch mehr, was wir tun können, es gibt noch mehr, was wir tun werden“, sagte Clarida. Die Notenbank werde ihre Maßnahmen falls notwendig ausweiten, versicherte der Vizevorsitzende.

Konkret brachte Clarida ein mögliches weiterführendes Zinsversprechen („Forward Guidance“) und eine Ausweitung der Wertpapierkäufe ins Spiel. Die Fed hat den Leitzins im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise bis an die Nullmarke gesenkt und signalisiert, dass die Zinsen noch bis Ende 2022 auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben werden. Außerdem kauft die Notenbank in erheblichem Umfang Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere.

Die jüngste Entwicklung der Corona-Pandemie in den USA bereitet Vertretern der Fed zunehmend Sorge. Es gebe die Befürchtung, dass die Krise länger andauern könnte als erwartet und die Fed bisher geplant habe, hatte bereits der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, am Dienstag gesagt. Wirtschaftsführer und Verbraucher würden sich Sorgen machen, warnte der Notenbanker.

onvista/dpa-AFX/reuters

Titelfoto: Viacheslav Lopatin / Shutterstock.com

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