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Das große Wochenfinale – Inflationszahlen rücken in den Fokus

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USD: Mit Spannung wurde diese Woche die halbjährliche Anhörung von Fed Chair Janet Yellen vor dem Kongress verfolgt. Herausgekommen ist (wenig überraschend) nichts, was wir nicht schon im Protokoll zur Juni-Sitzung lesen konnten: Die Entscheidung über künftige Zinserhöhungen der Fed wird ganz entscheidend von der Inflationsentwicklung abhängen. Die Veröffentlichung der Verbraucherpreisinflation im Juni ist damit heute der eigentliche Höhepunkt der Woche. Sie dürfte vorerst die Richtung für den USD vorgeben, da die kommende Woche mit einem eher leichten Datenkalender aufwartet und sich die Fed-Zentralbanker vor der Juli-Sitzung ab morgen einen Maulkorb verhängen.

Wie es für den USD weitergeht wird vor allem durch die Lücke bestimmt, die noch immer zwischen den Erwartungen des Marktes und denen der Fed besteht (Abb. 1). Je nachdem, wie sich diese Lücke schließt, ob sich also der Markt auf die Fed zubewegt oder die Fed auf den Markt, wird der USD aufwerten oder eben nicht. Die Fed geht davon aus, dass sie die Zinsen im kommenden Jahr in etwa in dem gleichen Tempo erhöhen kann wie dieses Jahr - unter der Voraussetzung, dass die Inflation wie von ihr erwartet steigt. Und genau daran zweifelt der Markt, nachdem die Inflation in den letzten Monaten enttäuschte. Deshalb ist er im Hinblick auf Zinserhöhungen deutlich vorsichtiger als die Fed, worunter der USD zu leiden hat.

Genau diese Skepsis hat Yellen gestern vor dem Senatsausschuss noch einmal adressiert. Ihrer Meinung nach sei es voreilig, davon auszugehen, dass der unterliegende Inflationstrend unter 2% liege. Zwar wäre die Inflation in den letzten Monaten niedrig gewesen, doch der bereits enge Arbeitsmarkt habe sich weiter verbessert, was Druck auf die Löhne ausüben sollte. Doch auf einen ordentlichen Lohnanstieg wartet die Fed nun schon seit vielen Monaten vergeblich. Und der Markt scheint die Hoffnung schon aufgegeben zu haben. Er will harte Fakten sehen. Und genau deshalb kommt den heutigen Inflationsdaten so eine große Bedeutung zu. Die heute ebenfalls anstehenden Daten zu Einzelhandelsumsätzen, Industrieproduktion und Verbrauchervertrauen drohen daher neben der Inflation zu verblassen. Denn sobald die Inflation steigt, wird für den Markt auch der Zinsausblick der Fed realistischer, der einen stärkeren USD rechtfertigt.

Zumindest wenn unsere Kollegen aus der Volkswirtschaft Recht haben, müssen USD-Interessenten darauf aber noch ein wenig warten. Denn sie rechnen für Juni nur mit einem Anstieg der Kernrate um 0,1% ggü. Vm., was einen Schnaps unter der Erwartung des Konsens (0,2%) liegt. Zugegebenermaßen ist das nur ein kleiner Unterschied. Aber nachdem sich der Fokus auf die Inflation infolge des Juni-Protokolls und auch nach Yellens Anhörung derartig zugespitzt hat, dürfte der Devisenmarkt nervös sein - und der USD schon auf kleine Überraschungen heftig reagieren.

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AUD: Der AUD konnte in den letzten Tagen ordentlich zulegen. Damit hat er die Verluste wieder wettgemacht, die die australische Zentralbank (Reserve Bank of Australia, RBA) ausgelöst hatte, in dem sie auf ihrer Juli-Sitzung überraschend an ihrer neutralen Haltung festgehalten hatte. Ein Grund für diese AUD-Stärke dürfte sein, dass Anleger skeptisch sind, ob die RBA sich wirklich nicht dem Schwenk diverser G10-Zentralbanken hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik anschließt. In der kommenden Woche wird zum einen das Protokoll der Juli-Sitzung veröffentlicht, von dem sich Marktteilnehmer nähere Informationen erhoffen dürfen, wie überzeugt die RBA wirklich ist, dass ihre neutrale Haltung weiterhin angemessen ist. Zudem folgt am Donnerstag der Arbeitsmarktbericht. Nachdem die RBA ihre Vorsicht vor allem mit dem unsicheren Arbeitsmarktausblick gerechtfertigt hatte, ist die Spannung natürlich groß. Das zeigt sich auch am Optionsmarkt, wo die 1-Wochen-Risk-Reversals gestern zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen sind, nachdem dieses Event eingepreist wurde. Das bestätigt uns darin, dass der gegenwärtige Anstieg in AUD-USD stark spekulativ getrieben ist und durchaus Korrekturpotenzial besteht.

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CE6VLSCE6VLS Bull AUD/USD Hebel: 26,7
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