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DAX® - Das Beste kommt zum Schluss

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HSBC Daily Trading
 

 

Der Charme des Schlussquartals

Das letzte Quartal 2018 ist vielen Aktieninvestoren noch in unguter Erinnerung. Der Kursabschlag von fast 14 % im 4. Quartal vergangenen Jahres steht dem sonst regelmäßig festzustellenden saisonalen Rückenwind zum Ende des Jahres entgegen. Statistisch betrachtet handelt es sich dabei aber um eine absolute Ausnahme. So ging 2018 eine Folge von neun positiven Schlussquartalen in Serie zu Ende. Auf Basis der Daten seit 1988 konnten DAX®-Anleger in 26 von 31 Jahren in den letzten drei Monaten des Jahres Kurszuwächse einstreichen. Die Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen der deutschen Standardwerte im Schlussquartal beträgt also fast 84 %. Aufgrund dieses Ergebnisses ist es mehr als naheliegend, eine Investmentstrategie zu untersuchen, welche lediglich in den letzten drei Monaten des Jahres auf die DAX®-Entwicklung setzt. Konsequent umgesetzt wären so aus einer Anfangsinvestition von 1 EUR in den letzten gut 30 Jahren 6,58 EUR geworden. Die Strategie schlägt damit zwar das Buy-and-hold-DAX®-Engagement (8,49 EUR) nicht ganz, doch obwohl Anleger nur in ¼ der Zeit investiert sind, erzielen sie lediglich ¼ weniger Ertrag. Darüber hinaus fällt die Volatilität der Q4-Strategie deutlich geringer aus (Fortsetzung siehe unten).

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Das Beste kommt zum Schluss

Was unterscheidet 2019 vom vergangenen Jahr? Konkret: Welche Umstände verhindern einen ähnlich schwachen Schlussakkord wie 2018? Ein wichtiges Puzzleteil stellt dabei die positive Wertentwicklung in den ersten neun Monaten dar. Schließlich haben wir im zweiten Schritt untersucht, wie sich der DAX® im letzten Quartal des Jahres schlägt – unter der Prämisse, dass die deutschen Standardwerte in den drei Quartalen zuvor Kursgewinne verbuchen konnten. Im mathematischen Sinne haben wir also eine bedingte Wahrscheinlichkeit untersucht: Wie realistisch ist eine positive Wertentwicklung im letzten Quartal, wenn der DAX® zuvor vom 1. Januar bis 30. September bereits zulegen konnte. Seit 1988 ergibt sich eine Trefferquote von 94 %, d. h. in 17 von 18 Jahren setzte sich eine ohnehin schon konstruktive DAX®-Kursentwicklung im 4. Quartal fort. Der durchschnittliche Kurszuwachs von 9,5 % stellt dabei das Kursplus aller Schlussquartale von 6,9 % deutlich in den Schatten. Da eine Auswertung des S&P 500® anhand der Daten seit 1960 die Wirksamkeit des "bedingten Saisonmusters" untermauert, lassen sich unsere Ergebnisse wie folgt zusammenfassen: "War die Wertentwicklung am Aktienmarkt in den ersten neun Monate positiv, dann geht das 4. Quartal in der Regel nicht schwach!"

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