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Dax im Wechselbad der Gefühle – Verschiebung der Strafzölle angedeutet, Märkte trotzdem unter Druck – Und immer wieder Wirecard

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Dax im Wechselbad der Gefühle – Verschiebung der Strafzölle angedeutet, Märkte trotzdem unter Druck – Und immer wieder Wirecard

Zwei unterschiedliche Gesichter hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gezeigt. Wie so oft bestimmte der US-chinesische Handelskrieg das Geschehen. Bis zum Mittag war der Dax um bis zu 1,7 Prozent abgesackt auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Anschließend erholten sich die Kurse jedoch wieder: Der Dax beendete die Berg- und Talfahrt mit einem moderaten Minus von 0,27 Prozent auf 13.070,72 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel schloss 0,37 Prozent niedriger mit 27.276,36 Zählern.

Am Vormittag hatte die Unsicherheit hinsichtlich des Handelskonflikts zwischen den USA und China die Kurse immer stärker belastet. Denn am Sonntag drohen ohne eine weitere Annäherung der beiden Streithähne neue Strafzölle der USA auf chinesische Importe. Am Mittag hieß es dann laut übereinstimmenden Presseberichten, dass diese Strafzölle womöglich verschoben würden. Das sorgte im Verlauf des Nachmittags wieder für mehr Zuversicht unter den Anlegern.

Im insgesamt schwächeren Markt waren defensive Aktien aus den Sektoren Immobilien und Gesundheit unter den Gewinnern. So verzeichneten die Anteile von Vonovia und Fresenius Medical Care (FMC) Aufschläge von 0,8 beziehungsweise 1,4 Prozent.

Autowerte schwach, Wirecard erneut im Abwärtsstrudel

Bergab ging es dagegen für konjunkturabhängige Branchen wie etwa die Automobilwerte. Die Papiere des Autozulieferers Continental verloren 1,1 Prozent. Aktien der ebenfalls konjunktursensiblen Lufthansa büßten 2,2 Prozent ein.

Als Schlusslicht im Dax fanden sich Wirecard wieder mit einem Verlust von 4,6 Prozent. Hier kam Druck auf den Kurs mit der Nachricht, dass ein Londoner Hedgefonds jüngst bei dem Zahlungsdienstleister auf einen fallenden Aktienkurs gesetzt hat.

Die Titel der Deutschen Bank gaben um 0,8 Prozent nach. Das im Sommer ausgegebene Ziel für die Eigenkapitalrendite sei angesichts der verschärften Niedrigzinsen in der Eurozone ehrgeiziger geworden, teilte die Bank mit.

K+S im Aufwind

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S erwägt einen Verkauf von Teilen seiner Aktivitäten in Nordamerika. Das verhalf den zuletzt schwer gebeutelten Aktien an der Spitze des MDax zu einem Plus von 4,1 Prozent.

Beflügelt von einer Hochstufung auf „Outperform“ durch das Investmenthaus Mainfirst verbuchten im Nebenwerteindex SDax die Papiere des Lkw-Zulieferers Jost Werke ein Plus von 5,2 Prozent. Eine Verkaufsempfehlung der DZ Bank schickte dagegen die Aktien von Pfeiffer Vacuum mit minus 5,4 Prozent auf Talfahrt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss am Dienstag mit 3671,78 Punkten quasi unverändert. In Paris legte der Cac-40 leicht zu, während der Londoner FTSE 100 moderat nachgab. In den USA trat der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss auf der Stelle.

Der Euro rückte am frühen Abend etwas vor und notierte zuletzt auf 1,1090 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1077 (Montag: 1,1075) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9029) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,05 Prozent auf 144,25 Punkte nach. Der Bund-Future verlor am Abend 0,06 Prozent auf 172,24 Punkte.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: anathomy / Shutterstock.com

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Zugehörige Werte

DAX 12.737,69 Pkt. -0,41% -52,80
Wirecard 124,55 EUR -0,47% -0,60
Dollarkurs 0,919 EUR +0,04% 0,00
DAX (PR) (CHF) 714,17 Pkt. -0,27% -1,97
DAX (NET RETURN) (EUR) 1.153,33 Pkt. -0,42% -4,87
Fresenius Medical Care 72,06 EUR -0,49% -0,36

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