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Dax: Index kämpft mit der 11.000 – Wirecard erholt sich etwas, BVB-Aktie steht im Abseits

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Dax: Index kämpft mit der 11.000 – Wirecard erholt sich etwas, BVB-Aktie steht im Abseits

Die Dax-Familie präsentiert sich zum Wochenauftakt  in guter Verfassung. Der Leitindex hat am Montag zugelegt und die im frühen Handel die Marke von 11.000 Punkten zurückerobert aber mittlerweile Probleme die Marke zu halten. Gegen Mittag ist der Leitindex wieder etwas unter 11.000. Beim MDax als Index der mittelgroßen Unternehmen gab es ein Plus von 1,13 Prozent auf 23 468,95 Punkte. Der SDax steigt um 0,68 Prozent auf 10.388,27 und der TecDax legt um 1,12 Prozent auf 2.510,81 Punkte.

Banken gefragt

Für gute Stimmung sorgten positive Nachrichten aus dem Bankensektor und Rückenwind aus Übersee: In China gab es an den Handelsplätzen nach einer feiertagsbedingt mehrtägigen Pause zum Wochenstart kräftige Gewinne. In den USA hatten die Börsen am Freitag ihre Verluste gegen Handelsende reduziert und an diesem Montag wird der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zur Eröffnung höher erwartet.

Handelsstreit zieht sich weiter

Für echte Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China ist die Zeit aber noch nicht gekommen: Eine US-Delegation mit dem Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wird erst am Donnerstag zu zweitägigen Gesprächen nach Peking reisen. Der Handelsstreit bleibe die größte Sorge der Anleger, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Für die Börse sei dabei entscheidend, dass der Konflikt zwischen Washington und Peking rechtzeitig vor den angekündigten neuen US-Strafzöllen auf chinesische Produkte Anfang März gelöst werde.

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Shutdown wieder möglich

Im Hinterkopf haben die Anleger zudem einen weiteren möglichen Regierungsstillstand in den USA. Im Streit um die Finanzierung einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko wachsen die Sorgen vor einem erneuten „Government Shutdown“. Negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Kapitalmärkte wären die Folge, schlussfolgerten die Experten der LBBW.

Post profitiert von geplanter Portoerhöhung

Weit vorne im Dax kletterten die Papiere der Deutschen Post nach einem „FAZ“-Bericht, wonach die Bundesregierung mehr Spielraum für Preiserhöhungen bei Briefporto schaffen will, um 2,4 Prozent. Mittlerweile hat das Wirtschaftsministerium die Preisspanne für die Erhöhung aber etwas eingeengt. „Wir gehen nicht davon aus, dass die Post in diesem Jahr für den Standardbrief ein Porto von 90 Cent erheben wird“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. Kurz danach gab die Aktie über die Hälfte ihres Gewinns wieder ab.

Wirecard erholt sich leicht

Spannend bleibt auch die Kursentwicklung bei Wirecard. Nach ihrem erneuten Kursrutsch am Freitag um mehr als 12 Prozent waren sie an diesem Montag nun mit plus 3,3 Prozent der Top-Wert im Dax. Der Kurs hatte in der vergangenen Woche nach Berichten der „Financial Times“ zu internen Untersuchungen rund um angebliche Bilanzierungsverstöße eines Mitarbeiters in Singapur deutlich gelitten. Wirecard hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. Für Anleger, die erst mit dem Dax-Aufstieg bei Wirecard eingestiegen sind, war das Investment bislang eher ein teurer Spaß.

Deutsche Bank und Commerzbank erholen sich

Bankenwerte notierten europaweit sehr fest. Ermutigende Anzeichen für die Kapitalausstattung bei einigen südeuropäischen Branchenwerten ließen hier die Aktionäre risikofreudiger agieren. Im Dax gewannen Deutsche Bank 2,1 Prozent. Im MDax legten an der Index-Spitze die Titel der Commerzbank um 3,7 Prozent zu. Händlern zufolge profitierten sie vom Rückenwind des positiven Branchenumfelds.

Autobranche hat es weiterhin schwer

Sehr in Grenzen hielten sich im Vergleich die Kursgewinne im europäischen Automobilsektor. Im Dax waren Daimler mit plus 0,3 Prozent unter den schwächsten Werten. Der Mercedes-Absatz schwächelte im Januar. BMW verloren am Index-Ende 0,7 Prozent. Die Aktien des Autozulieferers Leoni weiteten im SDax ihre im Zuge einer Gewinnwarnung hohen Freitagsverluste um weitere 7,4 Prozent aus. Für die Papiere von Bertrandt ging es um 4,1 Prozent abwärts. Die Bank Hauck & Aufhäuser hatte die Anteile des auf die Autoindustrie spezialisierten Ingenieurdienstleisters auf „Sell“ abgestuft.

BVB-Aktie unter Druck

Das 3:3 gegen Hoffenheim hat nicht Auswirkungen auf die Tabellen, es drück auch den Aktienkurs deutlich nach unten. Die Aktien des einzigen börsennotierten deutschen Fußballclubs fielen gegen Mittag um 6,5 Prozent auf 8,30 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar. Sie waren so im Kleinwerte-Index SDax der größte Verlierer.

Am Wochenende war der bislang komfortable Vorsprung vor dem großen Widersacher FC Bayern München in der Bundesliga auf fünf Punkte geschmolzen. Der BVB vergab gegen Hoffenheim in der Schlussviertelstunde eine 3:0-Führung, während die Münchener gegen den FC Schalke 04 einen letztlich sicheren 3:1-Sieg landeten – und damit in der Tabelle zwei Punkte aufholten.

Zahlen von helfen Carl Zeiss Meditec und DMG Mori

Mit Blick auf die Berichtssaison verarbeiteten die Anleger am Montag die endgültigen Zahlen von Carl Zeiss Meditec. Die Anteile des Medizintechnikers stiegen um 0,9 Prozent. Zudem verteuerten sich die Aktien des Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori – ebenfalls nach Geschäftszahlen – um 1,4 Prozent.

Von Markus Weingran/dpa-AFX

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Foto: anathomy / Shutterstock.com

Zugehörige Werte

DAX 12.633,60 Pkt. -0,16% -21,35
Borussia Dortmund BVB 9,29 EUR -1,22% -0,11
Wirecard 111,65 EUR -6,29% -7,50
Hang Seng 26.709,07 Pkt. -0,46% -125,78
DAX (NET RETURN) (EUR) 1.144,92 Pkt. -0,16% -1,93
DAX (PR) (CHF) 735,17 Pkt. -0,05% -0,37

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