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DAX trotzt ZEW-Index – Bayer-Aktie nach verringerter Strafzahlung fester

Deutsche Bank
Der DAX konnte sich auch am Dienstag weiter nach oben kämpfen. Es fiel dem deutschen Leitindex aber erneut schwer, sich von der guten Stimmung an der Wall Street anstecken zu lassen. Im Blick standen vor allem die ZEW-Konjunkturerwartungen, die auf niedrigem Niveau verharren.

Das war heute los. Nach einem freundlichen Handelsauftakt pendelte der DAX mehrfach um den Schlussstand des Vortages. Erst mit Veröffentlichung einiger US-Quartalszahlen setzte sich die gute Laune durch. Mit Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Wells Fargo konnten gleich drei große US-Banken die Erwartungen schlagen. Zuvor hatte der ZEW-Index für ernüchternde Stimmung gesorgt. Demnach sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juli 2019 um 3,4 Punkte auf -24,5 Punkte zurückgegangen. Der langfristige Durchschnitt der ZEW-Konjunkturerwartungen beträgt 21,8 Punkte. Im Juli hat sich die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland um 8,9 Punkte verschlechtert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt minus 1,1 Punkte.

Das waren die Tops & Flops. Einer der größten Gewinner war die Aktie der Lufthansa. Der irische Billigflieger Ryanair und größter Mitbewerber der Lufthansa-Sparte Eurowings hatte heute erklärt, dass sich das Flugverbot der Flugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX negativ auf das Unternehmenswachstum auswirken werde. In der Folge konnte die Lufthansa-Aktie zeitweise fast 4 Prozent zulegen.

Am Indexende waren die Aktien von Wirecard zu finden. Nach den gestrigen Zugewinnen ging es am Mittwoch aufgrund von Gewinnmitnahmen wieder nach unten. In der Spitze gab der Titel um fast 2 Prozent nach.

Im Blick stand auch Bayer. In den USA wurde die Strafzahlung in einem wichtigen Glyphosat-Prozess von rund 80 Mio. US-Dollar auf 25,3 Mio. US-Dollar reduziert. Dennoch will der Chemiekonzern in Berufung gehen. Die Aktie von Bayer gewann zwischenzeitlich 2,5 Prozent.

Das steht am Mittwoch an. Konjunkturseitig richtet sich der Blick zur Wochenmitte in Europa auf die Juni-Verbraucherpreise der Eurozone und von Großbritannien. Aus den USA folgen am Nachmittag die Juni-Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen sowie am Abend das jüngste Beige Book der Fed. Unternehmensseitig stehen die Zahlen von Alcoa, Bank of America, eBay, Ericsson, IBM und Netflix auf der Agenda.

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