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Ericsson-Studie: Mobilfunk für die eigenen vier Wände boomt

dpa-AFX

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) wird einer Studie zufolge in Zukunft nicht nur beim mobilen Datenverkehr eine tragende Rolle spielen, sondern auch immer häufiger für einen funkgebundenen Hausanschluss genutzt werden. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Ericsson Mobility Report, der am Dienstag in Stockholm veröffentlicht wurde. Der schwedische Netzwerkausrüster prognostiziert, dass die Zahl der kabellosen Festnetzverbindungen (Fixed Wireless Access, FWA) voraussichtlich bis Ende 2025 fast 160 Millionen erreichen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt werde der Mobilfunk für die eigenen vier Wände rund 25 Prozent des weltweiten mobilen Netzdatenverkehrs ausmachen.

Ende 2019 betrug der Studie zufolge der weltweite FWA-Datenverkehr schätzungsweise etwa 15 Prozent des globalen Gesamtdatenverkehrs. In den kommenden Jahren werde er voraussichtlich um fast das Achtfache ansteigen und im Jahr 2025 den Wert von 53 Exabyte erreichen. Diese Datenmenge entspricht ungefähr dem gesamten digitalisierten menschlichen Wissen (Stand 2005).

Die kabellosen Festnetzverbindungen über 4G oder 5G konkurrieren mit klassischen Breitbandverbindungen wie DSL, Kabel-Internet oder Glasfaserverbindungen und sind vor allem in der Bereitstellung auf der "letzten Meile" günstiger, weil man dafür keine Leitungen vom Verteilerkasten in die Wohnungen oder Büros legen muss.

Ericsson sagt in dem Report voraus, dass die Zahl der 5G-Verträge weltweit von 190 Millionen Ende 2020 auf 2,8 Milliarden bis Ende 2025 ansteigen wird. Der Boom werde auch nicht durch die Covid-19-Pandemie abgewürgt. Trotz der Unsicherheit in der Corona-Krise hätten die Provider weiterhin auf 5G umgeschaltet, und mehr als 75 von ihnen haben demnach inzwischen die Einführung kommerzieller 5G-Dienste angekündigt.

Das Wachstum der 5G-Verträge weltweit wird angetrieben von China. Die 5G-Einführung schreite dort schneller voran als bisher erwartet, heißt es im Report. Für andere Teile der Welt wurden aufgrund der Auswirkungen der Pandemie leichte Anpassungen nach unten vorgenommen. So hätten sich beispielsweise mehrere Frequenzauktionen in Europa verzögert, so dass in naher Zukunft mit einer langsameren Aufnahme von 5G-Abonnements gerechnet wird./chd/DP/fba

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