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Ex-Deutsche-Bank-Händler bestreitet Zinsmanipulationen

Reuters

London (Reuters) - Der ehemalige Deutsche-Bank-Händler Andreas H. hat vor einem Londoner Gericht eine Beteiligung an Zinsmanipulationen zurückgewiesen.

Ex-Deutsche-Bank-Händler bestreitet Zinsmanipulationen

Er habe keine Kenntnisse über Gespräche gehabt, bei denen 2005 Zinsmanipulationen diskutiert wurden, sagte der 54-jährige Deutsche am Dienstag. "Ich war mit der Familie in der Türkei im Urlaub", sagte er, während ein Justizangestellter ein Foto von einem Familienurlaub hochhielt, das im Juli 2005 entwickelt wurde. Er habe von den Gesprächen zwischen dem früheren Star-Händler Christian Bittar und seinem Team erst erfahren, als das für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zuständige Serious Fraud Office (SFO) ihm Dokumente zu dem Verfahren geschickt habe. Er habe Bittar auch nicht bei Zinsmanipulationen geholfen, als dieser ihn 2006 darum gebeten habe, sagte H.

Bittar war bekannt geworden, weil er 2009 mit 80 Millionen Euro den höchsten Bonus in der Geschichte der Deutschen Bank zugesprochen bekommen hatte. Zwei Jahre später wurde der Franzose wegen der Manipulationsvorwürfe entlassen. Im Juli 2018 folgte die Verurteilung zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten. Ein Londoner Gericht sah es als erwiesen an, dass Bittar zusammen mit anderen Händlern von 2005 bis 2009 den Interbanken-Zinssatz Euribor - das europäische Pendant zum Londoner Libor - manipulierte, um Handelsgewinne einzustreichen. Von den Zinssätzen hängen an den Märkten Geschäfte und Verträge im dreistelligen Billionen-Volumen ab.

Das Gerichtsverfahren gegen H., der von 1988 bis 2006 bei der Deutschen Bank arbeitete, ist bereits das siebte von der SFO angestrengte Verfahren wegen Zinsmanipulationen.

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