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Gegenwind für Tsipras nach Einigung in Namensstreit mit Mazedonien

Reuters

Athen (Reuters) - Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras wird nach der Einigung im Namensstreit mit Mazedonien von seinem Koalitionspartner und der konservativen Opposition kritisiert.

Gegenwind für Tsipras nach Einigung in Namensstreit mit Mazedonien

Die nationalistische Unabhängigkeitspartei, die mit der linkspopulistischen Syriza von Tsipras zusammen regiert, kündigte am Mittwoch an, sie werde kein Abkommen unterstützen, mit dem das Recht am Namen Mazedonien aufgegeben werde. Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis warf Tsipras vor, sich im Parlament nicht auf eine klare Mehrheit zu stützen und deswegen kein Mandat für eine Entscheidung in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit zu haben. In Berlin begrüßte die Bundesregierung das geplante Ende der Blockaden in dem Streit zwischen den beiden Nachbarländern.

Am Dienstag hatte Tsipras den Kompromiss vorgestellt, nach dem sich die ehemaligen jugoslawische Teilrepublik nicht mehr Republik Mazedonien sondern künftig Republik Nord-Mazedonien nennen will. Damit ist der Weg frei für einen Betritt Mazedoniens in Europäische Union und Nato, der von Griechenland bislang blockiert wurde. Die Republik Mazedonien liegt nördlich der gleichnamigen Region in Griechenland. In der Region ringen sowohl die EU als auch die Nato mit Russland um Einfluss.

Das Abkommen zwischen beiden Regierungen muss noch von den Parlamenten in Athen und Skopje ratifiziert werden. Kritiker werfen Tsipras vor, Teile der nationalen Identität preiszugeben. Der stellvertretende Außenminister Georgios Katrougkalos forderte die Opposition im Gegenzug auf, ein Misstrauensvotum zu starten, wenn sie sich ihrer Sache so sicher sei.

In Berlin beglückwünschte Regierungssprecher Steffen Seibert die Regierungschefs in Griechenland und Mazedonien zu der Einigung. Damit würden wichtige Hürden für die mazedonische Integration in Europa beseitigt.

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