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Geopolitische Verkrampfung der Weltwirtschaft

DEKA
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Die Weltwirtschaft wirkt verkrampft, das globale Wachstum schleppt sich mit knapp über 3 % mühsam voran. Die geopolitische Entwicklung und die daraus erwachsenden Risiken lassen keine schwungvolle Expansion zu: die neuerliche handelspolitische Eskalation zwischen den USA und China, die mit dem neuen britischen Regierungschef Johnson gestiegene Sorge um einen ungeordneten Brexit, der zusätzliche Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea sowie die Spannungen im Nahen Osten rund um den Iran. Diese belastenden und ermüdenden negativen Einflüsse lasten auf der Stimmung der Unternehmen, die vor allem in der exportorientierten Industrie mit Verunsicherung und Investitionszurückhaltung reagieren. Insbesondere die deutsche Volkswirtschaft ist hiervon betroffen und zeigt klare Schwächeanzeichen.

 

Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, dass es sich weniger um ein zyklisches Phänomen handelt. Der Auslöser für die Wachstumssorgen liegt eben nicht in starken Zinserhöhungen, auf die eine kurzzeitige Rezession mit anschließender kraftvoller Erholung folgt. Vielmehr sind es strukturelle Einflüsse seitens der Geopolitik, die in der Summe die positiven Effekte der Globalisierung zurückdrehen: Konfrontation und Protektionismus wird das Wort geredet, und sie hemmen die internationale Arbeitsteilung. In der Konsequenz erwarten wir vor diesem Hintergrund nicht nur in diesem und im nächsten Jahr ein äußerst bescheidenes Expansionstempo der Weltwirtschaft, sondern auch weit darüber hinaus.

Denn eine baldige Renaissance der Globalisierung erscheint wenig wahrscheinlich.

 

Die Notenbanken sehen sich derzeit in der Rolle des Wunderdoktors gegen diese Verkrampfungen. Leitzinssenkungen und abermalige Nettowertpapierkäufe sind kommunizierte Perspektiven für die amerikanische Fed und auch für die Europäische Zentralbank. Tatsächlich lindern die Notenbanken den Schmerz, ohne freilich das Übel an der Wurzel packen zu können. Immerhin wird so ein Einbruch der Wirtschaft und an den Kapitalmärkten verhindert. Damit verhärtet sich freilich auch die Nullzinswelt in Deutschland. Sogar dreißigjährige Bundesanleihen rentieren inzwischen negativ. Die Aktienmärkte durchlaufen die schon länger erwartete Korrektur. Und Gold erstrahlt in länger nicht gesehenem Glanz.

 

An den Symptomen zu kurieren mag nicht die erstbeste Lösung sein, aber es hilft, um das globale Wachstum zu erhalten. In diesem Umfeld sind durchaus moderat steigende Unternehmensgewinne und damit auch höhere Aktiennotierungen zum Jahresende zu erwarten. Das bedeutet zwar keine starken neuen Impulse für große Phantasie an den Märkten. Vielmehr ist es ein leicht positiver Trend, der weiterhin von hoher Marktvolatilität begleitet sein wird.

 

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