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HeidelbergCement: Geschäfte profitieren von höheren Preisen, Jahresziele bestätigt, Sparziele viel früher erreicht – Aktie trotzdem im Minus

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„Preiserhöhungen und eine hohe Kostendisziplin konnten die leicht schwächere Nachfrage nach unseren Produkten mehr als ausgleichen.“ So hat Bernd Scheifele, Konzernchef von HeidelbergCement, die Q3-Ergebnisse am Donnerstag zusammengefasst.

HeidelbergCement: Geschäfte profitieren von höheren Preisen, Jahresziele bestätigt, Sparziele viel früher erreicht – Aktie trotzdem im Minus

Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro. Analysten waren allerdings von einem etwas stärkeren Anstieg ausgegangen. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte verharrten die Erlöse auf dem Niveau des Vorjahres. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) legte von Juli bis September um 12 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu. Das war etwas mehr als Analysten erwartet hatten.

Dabei profitierte HeidelbergCement vor allem von der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16. Im Tagesgeschäft lief es für HeidelbergCement vor allem in Westeuropa, aber auch in Osteuropa und Asien deutlich besser. „Im Konzerngebiet Afrika-Östlicher Mittelmeerraum haben wir die Talsohle durchschritten und erzielten das höchste Ergebnis seit fünf Quartalen“, sagte Scheifele. In Nordamerika trat der Konzern hingegen beim Ergebnis auf der Stelle. Unter dem Strich blieb insgesamt ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 540 Millionen Euro und damit genauso viel wie im Vorjahr.

Jahresziele für 2019 bestätigt

Die positive Entwicklung der ersten neun Monate dürfte sich im vierten Quartal fortsetzen, hieß es weiter. Zudem rechnet das Unternehmen mit niedrigeren Energiekosten. Für 2019 peilt HeidelbergCement deshalb weiter einen moderaten Anstieg bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebitda) vor Währungs- und Konsolidierungseffekten sowie Effekte aus IFRS an. Damit gehen die Heidelberger von einem Anstieg von drei bis neun Prozent aus. Der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss soll in der gleichen Spanne zulegen.

Profitieren will HeidelbergCement im laufenden Jahr auch weiter von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten, vor allem in den USA, Kanada, Australien, Deutschland und Frankreich. Aber auch Asien insbesondere Indonesien und Thailand sollen zum Ergebniszuwachs beitragen.

Deshalb rechnet Scheifele, der sein Amt 2020 an seinen Nachfolger Dominik von Achten übergeben wird, im laufenden Jahr mit steigenden Absatzzahlen für Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton. Zudem will er weitere Preiserhöhungen durchsetzen, um die im vergangenen Jahr verlorenen Margen wieder aufzuholen. Den Sparkurs will er fortsetzen und weitere Geschäftsbereiche verkaufen.

Das Ziel, bis 2020 weltweit 100 Millionen Euro an Vertriebs- und Verwaltungskosten einzusparen, habe das Unternehmen über ein Jahr früher als geplant erreicht. Nun will HeidelbergCement bis Ende 2020 weitere 30 Millionen Euro einsparen. Auch beim Abbau der Nettoverschuldung kam das Unternehmen gut voran. Diese sei im Jahresvergleich um rund 1,1 auf 9,76 Milliarden Euro gesunken.

Aktie schwach

Trotz der im Kern soliden Quartalszahlen konnten die Anleger sich heute nicht für die Aktie begeistern. Auch Analysten waren eher skeptisch. Das dritte Quartal sei etwas schwächer als erwartet verlaufen, schrieb Analyst Rajesh Patki von der US-Bank JPMorgan. Die Marktschätzungen implizierten für das Schlussquartal nun einen Anstieg von fünf Prozent für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda). Analyst Patrick Creuset von der US-Investmentbank Goldman Sachs verwies allerdings auf die besser als gedachte Entwicklung des Barmittelzuflusses (Cash Flow). Der Ausblick entspreche seinen Vorhersagen.

Im ersten Handelsverlauf mussten die Papiere um bis zu 1,6 Prozent nachgeben, gut eine Stunde nach Handelsbeginn liegen sie noch mit 1,2 Prozent im Minus bei derzeit 67,20 Euro. Im langfristigeren Verlauf sieht es jedoch immer noch gut aus, auf Monatssicht steht ein Plus von 10 Prozent, im Jahresvergleich ein Plus von 14,5 Prozent.

Die Indikatoren sind weiter alle intakt, nachdem der Kurs letzten Monat kurz unter die 200-,90- und 50Tage Linie gefallen war.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Itzchaz / Shutterstock.com

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