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Maas für G7-Gipfel mit Südkorea - aber ohne Russland

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich für eine Teilnahme Südkoreas an einem möglichen G7-Gipfel in den USA im Herbst ausgesprochen. Russland will er aber nicht dabei haben. Der Grund für den Ausschluss Russlands aus der Gruppe wichtiger Wirtschaftsmächte seien die russische Annexion der Krim und der Konflikt in der Ostukraine gewesen, sagte Maas am Montag nach einem Treffen mit der südkoreanischen Außenministerin Kang Kyung Wha in Berlin. Er sehe nicht, dass der Frieden in der Ostukraine unmittelbar bevorstehe. "Solange das nicht der Fall ist, halte ich auch nichts davon, Russland in dieses Format noch einmal einzuladen."

Die USA haben dieses Jahr den Vorsitz in der G7, zu der auch Großbritannien, Frankreich, Japan, Italien und Kanada gehören. Russland wurde nach Vereinnahmung der ukrainischen Krim 2014 ausgeschlossen.

Trump wollte den diesjährigen Gipfel ursprünglich im Juni zuerst in Florida, dann auf dem Landsitz des Präsidenten in Camp David und dann in Washington stattfinden lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte aber deutlich, dass sie wegen der Corona-Pandemie nicht bereit sei, im Juni nach Washington zu reisen. Daraufhin kündigte Trump an, das Treffen zu verschieben - am besten auf September - und dann auch Russland, Südkorea, Indien und Australien einladen zu wollen.

Dass auch er Südkorea nun dabei haben will, begründete Maas mit den Worten: "Südkorea zählt zu den Staaten, die global von besonderer Bedeutung sind, die auch ein Wertepartner von uns sind, deswegen würde ich das sehr begrüßen." Er zeigte sich auch für eine langfristige Erweiterung des Formats offen. Darüber müssten die Beteiligten sprechen, sagte er.

Der SPD-Politiker verwies zwar darauf, dass es ja auch noch die G20 gebe, der Länder wie China, Russland, Indien, Südkorea und Australien angehören. "Aber es ist tatsächlich so, dass die globalen Machtverhältnisse in vielen Formaten, die es gibt, heute nicht mehr realistisch abgebildet werden." Das treffe auch auf den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu./mfi/DP/fba

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