onvista - Börse, Aktien, News In der onvista-App öffnen
Öffnen

Navigation Zurück Suche Favoritenliste

Marktausblick Woche 3: Heiter weiter

iShares

Das Update zur Woche mit Felix Herrmann






Phase One US-China Deal

Donald Trump dürfte dieser Tage mit guter Laune durch die Gänge des Weißen Hauses stolzieren. Sein persönliches Glücksbarometer, der S&P 500, erklomm jüngst ein neues Allzeithoch nachdem die Operation, an dessen Ende die Tötung von Qassem Soleimani stand, nahezu perfekt nach Plan verlaufen sein dürfte. Die Mission erlaubt es Trump, sich seinen Wählern einerseits als starker Präsident zu präsentieren, der den Kampf gegen den Terror knallhart fortsetzt. Andererseits kann Trump nach der Vergeltungsaktion Irans, bei der nach offiziellen Angaben keine US-Soldaten zu Schaden kamen, die Dinge nun gesichtswahrend auf sich beruhen lassen - zumindest bis auf weiteres. Negative Auswirkungen auf den Wahlkampf sind nicht zu erwarten - ganz im Gegenteil. Mit der Unterzeichnung des „Phase One Deals“ mit China kann der US-Präsident in dieser Woche darüber hinaus noch einen weiteren Erfolg für sich verbuchen - auch wenn sich die Unterzeichnung womöglich um einige Tage verzögern könnte. Gerade die Zusage der Chinesen, rund 200 Milliarden US-Dollar zusätzlich an Erzeugnissen aus den USA zu importieren, wird nicht nur bei Trumps Stammwählerschaft gut ankommen, sondern bei vielen US-Exportunternehmen. Trump tut der US-Wirtschaft gut - zumindest sehen das nach Umfragen der Peterson Foundation 51 Prozent der US-Amerikaner so.

Rückenwind für Trump

Rückenwind für Trump zu Beginn des Wahljahres also. Rückenwind, den Trump aber auch dringend zu brauchen scheint, denn noch nie seit Gerald Ford im Jahr 1976 waren die Zustimmungswerte zu Beginn eines Wahljahres für einen amtierenden Präsidenten so schlecht wie für Donald Trump. Nur rund 42 Prozent sprechen sich in Umfragen derzeit für Trump aus. Umfragewerte, die Trump nicht gerne sehen wird. Allerdings dürften ihn diese Zwischenstände auch nicht um den Schlaf bringen, denn nicht selten sind Umfragewerte amtierender Präsidenten in Wahljahren geklettert. Hinzu kommt, dass sich Trump scheinbar auf seine Stammwähler verlassen kann. Wenn in den Küstenstaaten wie New York oder Kalifornien die Zustimmungswerte weiter sinken, sollte ihn dies herzlich wenig interessieren, da diese Staaten im November ohnehin an die Demokraten gehen werden. Was zählt, ist die Mehrheit im Electoral College - und hier stehen die Zeichen für Trump nicht so schlecht.

Da in der vergangenen Woche das britische Unterhaus dem Austrittsabkommen von Boris Johnson zugestimmt hat und auch ein Durchwinken im Oberhaus als sicher gilt, können sich Anleger nun auf die globale wirtschaftliche Lage und hier vor allem auf die anstehende Berichtssaison für das Schlussquartal des Jahres 2019 konzentrieren. Traditionell nimmt diese zunächst in den USA Fahrt auf. Während der Markt nach den Gewinnrückgängen im S&P 500 in Q1 bis Q3 auch im vierten Quartal mit einem Minus rechnet, könnte am Ende doch ein Gewinnzuwachs stehen. Im Durchschnitt fiel das Gewinnwachstum der 500 größten US-Unternehmen über die letzten fünf Jahre 3,6 Prozentpunkte besser aus als von den Analysten prognostiziert. Sollte dies der Fall sein, könnte statt eines moderaten Gewinnrückgangs am Ende doch ein Plus zu Buche stehen. Diese Nachricht könnte in den „Goldlöckchen-Kanon“ solider Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen mit einstimmen - wie etwa dem US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag - und so dem Kursanstieg der letzten Tage weiteres Futter liefern.

Was bedeutet das für Anleger?

Da die De-Eskalation zwischen den USA und Iran genauso schnell erfolgte wie die Eskalation können sich Anleger zu Beginn des neuen Jahrzehnts nun mit größerer Ruhe der alles entscheidenden Frage dieser Zeit zuwenden: Wie erziele ich ansehnliche Erträge in einer Zeit ohne Zinsen? Die kurze Antwort: Wie schon zum Ende des letzten Jahrzehnts wird auch in der anstehenden Dekade kein Weg an Aktien vorbeiführen.

In der ersten Woche des neuen Jahres ist angesichts der Spannungen im Nahen Osten allerdings zunächst wieder einmal ein wöchentlicher Rekordbetrag in Anleihefonds geflossen, während Aktienfonds Abflüsse verzeichneten. Ein Muster, das wir aus dem letzten Jahr noch sehr gut kennen. Durchaus nicht ausgeschlossen, dass sich dieser Trend auch nach Beruhigung der Lage erst einmal fortsetzt. Hintergrund: Durch den starken Anstieg der Aktienkurse im letzten Jahr ist die Aktienquote in vielen Portfolios ganz automatisch gestiegen und muss nun reduziert werden.

Über kurz oder lang sollte der Trend in Richtung Anleihen jedoch zum Erliegen kommen. Erstens sind die Zinsen und Spreads zu Beginn dieses Jahres niedriger als noch vor Jahresfrist. Zweitens ist anders als im letzten Jahr bis auf weiteres mit keiner zusätzlichen Lockerung der Geldpolitik zu rechnen.





Wichtige Hinweise

Alle Meinungen und Schätzungen in diesem Dokument, einschließlich Renditeprognosen, spiegeln unsere Beurteilung bei Redaktionsschluss wider, können ohne vorherige Ankündigung geändert werden und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise nicht als zutreffend erweisen.

Diese Werbemitteilung dient rein zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung und kein Angebot zum Kauf von Anteilen an Fonds der BlackRock Gruppe dar. Diese Mitteilung unterliegt nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen. Das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt daher nicht.

Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Eine mögliche Kaufentscheidung darf ausschließlich auf Basis der Informationen getroffen werden, die der aktuelle Verkaufsprospekt, die vereinfachten Prospekte und/oder wesentlichen Anlegerinformationen, der Jahres- und Halbjahresbericht zur Verfügung stellen. Die Dokumente in deutscher Sprache zu den einzelnen Fonds finden Sie unter den angegebenen Links und hier.

Herausgegeben in der EWR von BlackRock (Netherlands) BV: Amstelplein 1, 1096 HA, Amsterdam, Tel.:+31  020 - 549 5200, Handelsregister Nr. 17068311.

Zugehörige Werte

S&P 500 (TR) 6.364,39 USD +0,01% +1,02
Dow Jones 27.101,31 Pkt. +0,07% +19,95
Hang Seng 26.707,69 Pkt. -0,75% -204,36
DAX 12.774,88 Pkt. -0,12% -15,61
BV HOLDING AG 10,20 CHF +0,49% +0,05
BLACKROCK INC. 508,49 USD +0,49% +2,49

Das könnte Sie auch interessieren

zur klassischen Ansicht
Werbehinweise
Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.