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Nel: Der Kursverfall geht weiter – Greift Norwegens Staatsfonds dem Wasserstoff-Spezialisten schon bald unter die Arme?

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Nel: Der Kursverfall geht weiter – Greift Norwegens Staatsfonds dem Wasserstoff-Spezialisten schon bald unter die Arme?

Die Talfahrt der Aktie von Nel geht auch heute weiter. In den frühen Handelsstunden gibt das Wertpapier an der Börse Oslo erneut zweistellig nach. Mit dem weiteren Rücksetzer hat sich der Kurs in norwegischen Kronen in etwa halbiert und dass noch nicht einmal in drei Wochen. Die Ursache für die Explosion ist weiterhin nicht geklärt. Diese Unsicherheit treibt die Anleger weiter aus dem Papier.Eigene Internetseite für den Stand der Ermittlungen gelauncht.Damit die Anleger wieder etwas mehr Vertrauen in das Unternehmen bekommen hat Nel auf seiner Homepage extra eine Seite erstellt, die über den Stand der Ermittlungen informiert: „Status and Q&A regarding the Kjørbo incident“

Der letzte Eintrag auf der Seite ist von Mittwoch. Dort erklärt Nel, dass Sicherheit hat bei den Norwegern oberste Priorität genießt und dass intensiv daran gearbeitet werde, die Ursache des Vorfalls zu ermitteln. Neben den Experten aus den eigenen Reihen hat Nel noch unabhängige Brand- und Explosionsschutzberater von Gexcon beauftragt den Vorfall zu untersuchen. Diese sind bereits vor Ort und sollen dazu beitragen, dass ein unabhängiger Bericht zu dem Unfall erstellt wird.

Norwegens Staatsfonds beschließt Änderung

Der als größter Staatsfonds der Welt geltende norwegische Pensionsfonds kann seine Geldanlagen in Kohle-, Öl- und Gas-Geschäfte weiter reduzieren. Das norwegische Parlament stimmte am Mittwoch dafür, dass der Fonds seine Richtlinien etwa bei Kohleinvestitionen verschärft und seine Veräußerungen von klimaschädlichen Anlagen ausweiten solle. Gleichzeitig sollen Milliarden in erneuerbare Energien investiert werden.

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Nel passt in die neue grüne Ausrichtung

Durch die Zustimmung der Abgeordneten zu dem Vorschlag der Regierung dürfte der auch als Ölfonds bekannte Finanzbestand ein Stück weit grüner werden. Ein Sprecher der norwegischen Zentralbank sagte der Deutschen Presse-Agentur, nun müsse das Finanzministerium in Oslo die entsprechenden Details dazu formulieren. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist könnte daher in die engere Auswahl für die neuen grünen Investitionen rücken.

Eine Billion Dollar stark

Der Staatsfonds wird mit den Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung gefüttert. In ihm werden knapp eine Billion Dollar verwaltet, etwa zwei Drittel sind in Aktien und Eigentümeranteile von Tausenden Unternehmen in mehr als 70 Ländern angelegt. Die Zentralbank verwaltet ihn im Auftrag des Finanzministeriums als Vertreter des Volkes. Er fungiert als Versicherung für zukünftige Generationen, wenn nicht mehr nach Öl gebohrt werden kann.

Umweg über Equinor

Eine weitere mögliche Variante wäre, dass der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor, ehemals Statoil, sich die ganze Lage etwas genauer anschaut. Genau wie der Staatsfonds jetzt bastelt Equinor schon etwas länger an dem Zukunftsplan grüner zu werden. Der norwegische Staat ist mit 67 Prozent an dem heimischen Ölproduzenten beteiligt. Somit könnte eine Beteiligung an Nel durchaus eine Möglichkeit sein.

Von Markus Weingran

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Foto: Anusorn Nakdee / Shutterstock.com

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