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Nordkorea drosselt Grenz-Propaganda

Reuters

Pyeongchang (Reuters) - Nordkorea hat seit Beginn der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang die Lautstärke seiner Propaganda-Beschallung an der Grenze zu Südkorea gesenkt.

Die Lautsprecher seien zwar noch zu hören, aber deutlich leiser geworden, sagte ein im Süden stationierter Grenzoffizier der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Ob auch Südkorea seine Beschallung des Nordens zurückgefahren hat, war zunächst nicht zu überprüfen.

Die immer noch im Kriegszustand befindlichen Länder setzen seit 2016 wieder große Lautsprecher-Batterien an der entmilitarisierten Zone ein, um die Gegenseite mit Musik, Nachrichten und Propaganda zu beschallen. Südkorea hatte damit wieder nach dem vierten Atomtest Nordkoreas im Januar 2016 begonnen.

Beide Staaten sind bemüht, die Olympischen Spiele im 80 Kilometer von der Demarkationslinien entfernten Pyeongchang für eine Verbesserung ihrer Beziehungen zu nutzen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich nach dem dreitägigen Besuch seiner jüngeren Schwester bei den Spielen für eine Intensivierung des Dialogs mit dem Süden ausgesprochen. Es sei wichtig, das "Klima der Versöhnung und den Dialog" zu stärken, zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Kim hat auch den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In nach Pjöngjang eingeladen.

(Reporter: James Pearson. Geschrieben von Milena Bürki, redigiert von Klaus-Peter Senger.)

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