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Seitwärts ins neue Anlagejahrzehnt

DEKA
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu und mithin endet ein Jahrzehnt. 2019 im Besonderen und die Zehnerjahre im Allgemeinen waren eine gute Zeit für Wertpapiere, Kurssteigerungen haben bei Aktien wie auch bei Anleihen die laufenden Erträge dominiert. Haupttreiber hierfür war der anhaltend fallende Zinstrend aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken, die sich mit Macht sämtlichen Unsicherheiten und geopolitischen Risiken entgegengestellt haben. Nach einer kurzen Phase des geldpolitischen Rückzugs ist spätestens seit der Jahresmitte 2019 klar: Der neuerliche ultralockere geldpolitische Kurs bleibt bis auf Weiteres eingeschlagen.

So wird die Europäische Zentralbank ihr erneut aufgenommenes Wertpapierankaufprogramm noch zwei Jahre fortsetzen. Vor Mitte der Zwanzigerjahre ist daher kaum mit einer ersten Zinserhöhung zu rechnen. Indes sehen wir den Tiefpunkt der Kapitalmarktrenditen als erreicht an.

Für die Zwanzigerjahre gilt anders als für die Zehnerjahre im Grundsatz, dass Dividenden und Kupons wieder die entscheidenden Renditetreiber sein werden. Von der Kursseite kommt insbesondere bei den festverzinslichen Wertpapieren wenig bis gar keine Unterstützung.

In den kommenden Monaten wird sich die globale Konjunktur mühevoll durchkämpfen. Eine Rezession ist unwahrscheinlich, doch gut drei Prozent Plus für 2020 und für 2021 sind keine wirkliche Offenbarung. Immerhin setzt sich der längste Aufschwung der deutschen und amerikanischen Wirtschaftsgeschichte fort. Sofern der Brexit mit einem Abkommen Ende Januar 2020 über die Bühne geht und eine weitere Eskalation des Handelskonfliktes zwischen den USA und China vermieden wird, solle es wieder ein bisschen entspannterzugehen. Die lange Phase der Abwärtsrevisionen bei den Konjunkturprognosen dürfte beendet sein, und für die Unternehmen scheinen Gewinnsteigerungen im mittleren einstelligen Bereich möglich.

Ein Befreiungsschlag für die Märkte sieht freilich anders aus. Demnach steht uns mit Blick auf die Aktien- und die Rentenmärkte im Jahr 2020 eher eine Seitwärtsbewegung bevor. Ein Allzeithoch beim Deutschen Aktienindex DAX wird wohl drin sein, und die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen krabbelt ein paar Basispunkte nach oben. Indes fehlt die Phantasie für kräftige neue Trends bei der Kursentwicklung. Auf der Aktienseite braucht es eine Überzeugung für neuerliche Gewinnsteigerungen, und auf der Rentenseite kommt erst mit klar anziehenden Inflationsraten Bewegung in die Zinslandschaft. Sich festigende Konjunkturperspektiven und wieder steigende Makroindikatoren reichen dafür nicht. Somit bleibt uns die Nullzinswelt noch geraume Zeit als Kapitalmarktrahmen erhalten. In der Konsequenz wird die Übernahme von Risiko entlohnt, dafür sorgen die Notenbanken. Die Entlohnung wird primär über die laufenden Erträge der Anlageklassen erfolgen, wenn man die konstruktiven Wertpapierperspektiven auf den Punkt bringen möchte.

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