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Start der Brexit-Verhandlungen: GBP-Euphorie nicht angebracht

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GBP: Ein Jahr ist seit dem Brexit-Referendum verstrichen, fast drei Monate, seit die britische Regierung in Brüssel ihren Antrag auf Austritt aus der Europäischen Union gestellt hat. Kostbare Zeit für die Briten, deren Regierung bisher in realitätsferner Arroganz so tat, als könne sie Europa die Konditionen der zukünftigen Zusammenarbeit diktieren. Aber heute gehen sie endlich los, die Brexit-Verhandlungen in Brüssel. Damit wird wenigstens erst einmal ein Schritt in die richtige Richtung getan, ein GBP-positives Faktum an sich. Fragt sich nur, ob die britische Premierministerin und ihr neues Kabinett mittlerweile ihre Hybris abgelegt haben. Ich habe große Zweifel daran. Daher glaube ich, dass (a) zwar heute die Bilder, die wir aus Brüssel sehen - endlich Verhandlungen! - einen GBP-positiven Eindruck hinterlassen könnten, dass aber (b) sich sehr schnell herausstellen wird: Entweder liegen die Verhandlungspositionen meilenweit auseinander oder - noch schlimmer - es gibt weiterhin keine klare Position der britischen Seite. Man beachte auch in dieser Sicht die Asymmetrie der Ausgangspositionen: Die Europäer können es sich leisten, ohne Strategie in diese Verhandlungen zu starten. Sie haben den Briten ihre Exit-Rechnung aufgemacht und damit ist gut. Die Briten sind diejenigen, die formulieren müssen, auf welchen Feldern sie nach März 2019 Kooperation wünschen und wie diese zu beiderseitigem Nutzen ausgestaltet werden soll. Doch in Downing Street dürfte die Nabelschau vorherrschen. Eine nach Wahldebakel und Brandkatastrophe angezählte Premierministerin ist nicht prädestiniert, ihrem Volk nun endlich einzugestehen, dass jeder zukünftige Brexit-Deal Reziprozität erfordert und Brüssel kein Selbstbedienungsladen für abtrünnige Inselvölker ist. Daher warne ich, in GBP-Euphorie zu verfallen, nur weil jetzt endlich verhandelt wird. Ich befürchte, es wird ziemlich schnell klar werden, wie schwierig diese Verhandlungen werden. Und dann erst beginnt die eigentlich riskante Phase für die britische Währung.

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CE4K2YCE4K2Y Bear EUR/GBP Hebel: 48,5

USD: Jetzt dürfen sie wieder reden, die FOMC-Mitglieder, nachdem die Blackout-Periode mit der FOMC-Sitzung endete. Und diese Woche tun sie es ganz intensiv. Heute ist New-York-Fed-Chef Bill Dudley dran, in den nächsten Tagen folgt eine ganze Riege. Fragt sich nur, ob der Fed-Sprech der nächsten Tage den Markt eher beeindrucken wird als Fed-Chair Janet Yellen das letzte Woche konnte. Bis dato ist der Markt ganz und gar nicht von der Vorstellung der Fed (noch eine Zinserhöhung 2017 und drei in 2018) zu überzeugen gewesen. Siehe Abbildung 1. Andererseits: Weiter kann der Markt kaum von der FOMC-Sicht abweichen. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass bis zur Rede von St-Louis-Fed-Präsident James Bullard am Freitag irgendeiner seiner Vorredner extrem taubenhaft klingt. Bei Bullard ist das etwas anderes, aber dazu im Wochenverlauf mehr…

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9P56CE9P56 Bull EUR/USD Hebel: 20,4
CE536ACE536A Bear EUR/USD Hebel: 6,1

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Euro - Pfund 0,885 GBP +0,05% 0,00
EURO STOXX 50 3.538,32 Pkt. -0,65% -23,44

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