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Telekom-Chef - Fusion mit Sprint soll nicht Preiswettbewerb einschränken

Reuters

New York (Reuters) - Telekom-Chef Tim Höttges hat im Prozess um die Fusion mit dem US-Konzern Sprint Vorwürfe zurückgewiesen, Ziel sei eine Verringerung des Preis-Wettbewerbs unter Mobilfunkanbietern.

Gründe des geplanten Zusammenschlusses seien Wachstum des Unternehmens sowie Rechte auf Funkfrequenzen, sagte er am Dienstag vor einem Gericht in New York. Generalanwälte einer Gruppe von US-Bundesstaaten will die Fusion stoppen und haben deswegen Klage eingereicht. Sie fürchten, auf Handy-Nutzer könnten höhere Kosten wegen eines geringeren Konkurrenzdrucks zukommen.

Die Kläger untermauerten ihre Vorwürfe mit einer Präsentation des T-Mobile-Managements aus dem Jahr 2010, in der erklärt wurde, die Verschmelzung beider Unternehmen habe "das Potenzial, den Preiswettbewerb zu verringern". Höttges spielte die Bedeutung der Präsentation herunter und erklärte, sie sei von Beratern angefertigt worden und stelle kein offizielles Dokument der Deutschen Telekom dar. Der Prozess soll am 20. Dezember abgeschlossen werden.

Das Verfahren in New York könnte Signalwirkungen haben. Denn in der Vergangenheit hatten Bundesstaaten und US-Regierung versucht, bei der Prüfung von Fusionen zu gemeinsamen Schlussfolgerungen zu kommen. Doch nun sind die Pläne der Telekommunikationsriesen in den erbitterten Zwist zwischen Demokraten und Republikanern geraten. Unter der Regierung des früheren demokratischen Präsidenten Barack Obama waren sie auf Widerstand gestoßen, die vom Republikaner Donald Trump geführte US-Regierung hatte nach Zugeständnissen der beiden Konzerne grünes Licht gegeben. Die Bundesstaaten, unter ihnen die demokratisch geführten New York und Kalifornien, wollen die Freigabe nun durchkreuzen.

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint soll ein Mobilfunkriese entstehen, der nach früheren Angaben auf gut 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt. Höttges hatte die seit Jahren angestrebten Fusion immer wieder als großen Wurf beworben. Die Konzerne wollen den Zusammenschluss 2020 endgültig über die Bühne bringen. Ob ihnen das gelingt, entscheidet aber auch das Bundesgericht in New York.

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