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Varta: Talfahrt hält weiter an ++ Evotec: Nächste Kooperation, nächste Meilensteinzahlung ++ Dialog Semiconducter: Vorläufige Zahlen führen zu Gewinnmitnahmen

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Die Höhepunkte der Woche rücken näher. Bereits heute im Laufe des Tages werden mit JP Morgan, Wells Fargo und der Citigroup gleich drei US-Banken über den Verlauf des Jahres 2019 berichten. Morgen soll dann der Phase 1 Deal zwischen den USA und China unter Dach und Fach gebracht werden.

Varta: Talfahrt hält weiter an ++ Evotec: Nächste Kooperation, nächste Meilensteinzahlung ++ Dialog Semiconducter: Vorläufige Zahlen führen zu Gewinnmitnahmen

USA ziehen Vorwurf der Währungsmanipulation zurück

Kurz vor der geplanten Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China hat die US-Regierung ihren Vorwurf der Währungsmanipulation zurückgenommen. China habe sich überprüfbar dazu verpflichtet, die Landeswährung Yuan nicht mehr zu nutzen, um sich im internationalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des US-Finanzministeriums. Peking verpflichte sich mit dem neuen Handelsabkommen auch zu mehr Transparenz in Bezug auf Wechselkurse und Handelsbilanzdaten. China gehört nun zu zehn Ländern, deren Handeln weiter kritisch beobachtet wird – auf dieser Liste befindet sich auch Deutschland.

Handelsstreit hinterlässt Spuren

Nach Jahren starker Anstiegsraten hat der Handelskrieg der USA mit China das chinesische Außenhandelswachstum im vergangenen Jahr trotz einer Belebung am Jahresende gestoppt. In US-Dollar berechnet fiel der gesamte Außenhandel 2019 im Vergleich zum Vorjahr sogar um ein Prozent, wie der Zoll am Dienstag in Peking berichtete. Die Exporte legten im vergangenen Jahr zwar um 0,5 Prozent zu, wohingegen die Importe um 2,8 Prozent zurückgingen. Experten hatten allerdings mit noch schwächeren Werten gerechnet.

Der Rückgang im Handel mit den USA war mit 14,6 Prozent besonders drastisch: Chinas Importe aus den Vereinigten Staaten brachen um 20,9 Prozent ein. Die chinesischen Exporte in die USA gingen um 12,5 Prozent zurück. Im Dezember erholte sich der Außenhandel allerdings stärker als Experten erwartet hatten. Der gesamte Außenhandel stieg um 11,3 Prozent zum Vorjahrsmonat. Die Importe legten um 16,3 Prozent zu, während Exporte um 7,6 Prozent anstiegen. Bei beiden Werten hatten Analysten mit einem geringeren Anstieg gerechnet.

Dax hat weiterhin keine Lust

Die guten Vorgaben aus Übersee scheinen den Dax kalt zu lassen. Während an der Wall Street zum teil neue Rekorde erreicht wurden, hat der Dax bereits vorbörslich seine Meinung geändert und ist ins Minus gedreht. Somit gibt es zum Handelsstart keine grünen Vorzeichen, sondern rote. Der deutsche Leitindex startet mit einem Minus von 0,18 Prozent und 13.427,48 Punkten in den Handelstag.

Varta: Anleger bleiben weiter skeptisch

Die im Jahr 2019 um fast 390 Prozent gestiegenen Überflieger-Aktien von Varta haben am Montag ihren Abwärtstrend seit Anfang des Jahres deutlich beschleunigt. In der letzten Handelsstunde büßten sie als abgeschlagenes Schlusslicht im MDax mehr als 15 Prozent auf rund 80 Euro ein. Damit sind die Kursgewinne seit Anfang September dahin.

Heute geht es weiter bergab mit der Aktie. Zu Handelsbeginn geht es weiter in den Keller. Der Kurs gibt um über 8 Prozent nach. In den Index der mittelgroßen deutschen Werte waren die Varta-Papiere erst Ende des vergangenen Jahres aufgestiegen. Eine stark steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Zellen hatte den Kurs raketenhaft nach oben getrieben. Lithium-Ionen-Zellen werden in Hightech-Produkten für den Endverbraucher eingesetzt, vor allem in den immer beliebteren kabellosen Kopfhörern.

Ein Händler sagte mit Blick auf die aktuelle Kursschwäche, das Unternehmen müsse gegenwärtig erheblich investieren, um die Nachfrage bedienen zu können. In dieser Situation dürfte Konkurrenz aus Ländern mit niedrigen Kosten besonders stark auf die Profitabilität drücken. „Das würde den Verlust von Marktanteilen bedeuten“, so der Händler.

Evotec: Es geht weiter mit guten Nachrichten

Das deutsche Biotech-Unternehmem gib heute bekannt, dass ihre in Seattle ansässige Konzerntochter Just – Evotec Biologics, Inc. und MSD, ein Markenname von Merck & Co., Inc., Kenilworth, NJ, USA, ihre Kooperation zur Entwicklung innovativer Technologien für die Produktion hochwertiger Biologika ausgeweitet haben.

Im Rahmen der Vereinbarung gewährt Just – Evotec Biologics dem Unternehmen MSD Zugang zu Kapazitäten in der J.POD(R)-Anlage in Redmond, Washington, die sich gerade im Bau befindet. Durch die J.POD(R)-Anlage erhält MSD Zugriff auf Produktionskapazitäten, die mit der innovativen Herstellungsplattform kompatibel sind, die MSD und Just - Evotec Biologics im Rahmen einer 2015 bekannt gegebenen Partnerschaft gemeinsam entwickelt haben.

Im Rahmen der Kooperation wurden eine Abschlagszahlung von 15 Millionen Dollar kurzfristige Meilensteinzahlungen nach Fertigstellung der J.POD(R)-Anlage sowie eine breite Zusammenarbeit auf der Grundlage der reservierten Kapazitäten vereinbart.

Mit dem Bau des neuen Standorts im Redmond Ridge Business Park wurde kürzlich begonnen, mit der Fertigstellung wird Ende 2020 gerechnet. Der Betrieb soll im ersten Quartal 2021 aufgenommen werden, etwa 19 Monate nach dem ersten Spatenstich. Die gut 12.000 m² große Einrichtung wird Systeme für die Produktion im verdichteten Fed-Batch- oder im Continuous-Processing-Verfahren für Mengen bis zu 1.000 L enthalten, mit denen mehrere Tonnen Arzneimittelwirkstoffe hergestellt werden können.

Kurz & knapp:

Dialog Semiconductor: Der Chipspezialist hat im vierten Quartal erwartungsgemäß einen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse fielen um knapp 12 Prozent auf 381 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen am Montagabend in London mitteilte. Anfang November hatte das Unternehmen einen Zielkorridor von 350 bis 390 Millionen Dollar genannt. Das gesamte Zahlenwerk will Dialog am 4. März veröffentlichen.

Visa: Der Kreditkarten-Gigant übernimmt für 5,3 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) das Finanztechnologie-Start-up Plaid. Eine entsprechende Vereinbarung gaben die Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss bekannt. Plaid bietet Software zur Verknüpfung digitaler Zahlungs-Apps wie Paypals Venmo oder Transferwise mit Bankkonten an. Die Firma wurde 2013 gegründet und ist in der kalifornischen Metropole San Francisco ansässig. Visa will die Übernahme, die noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden muss, in drei bis sechs Monaten abschließen.

Roche: Der Schweizer Pharmakonzern kooperiert mit der US-Firma Illumina im Bereich genomischer Tests. Dazu sind die beiden Unternehmen eine 15-jährige Partnerschaft eingegangen. Dabei werde das Anwendungsgebiet der Sequenzierautomaten von Illumina der nächsten Generation (Next Generation Sequencing – NGS) in der Krebsforschung erweitert. Die finanziellen Bedingungen der Vereinbarung werden nicht bekannt gegeben, wie Roche am Montagabend mitteilte. Ziel sei es, einen Krebs-Test von Illumina mit neuer Begleitdiagnostik zu ergänzen. NGS habe das Potenzial, die Krebsrisikovorhersage, -erkennung, -diagnose, -behandlung und -überwachung zu verändern, erklärte Roche. 2012 hatte sich Roche um den Kauf von Illumina bemüht, war aber an den Preisvorstellungen der Amerikaner gescheitert.

Hella: Der Licht- und Elektronikspezialist hat den Sog schwacher Automobilmärkte auch im zweiten Quartal zu spüren bekommen. Während sich der Umsatz im Zeitraum September bis November auf 1,74 Milliarden Euro bezifferte und damit auf Vorjahresniveau stagnierte, ging das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 11 Prozent auf 144 Millionen Euro zurück, wie das MDax -Unternehmen am Dienstag in Lippstadt mitteilte. Der Überschuss ging um drei Viertel auf 85 Millionen Euro zurück, im Vorjahr hatte der Verkauf des Großhandelsgeschäfts einen Sonderertrag geliefert. Ungeachtet der schwierigen Lage bestätigte Hella seine Prognose. Demnach gehen die Lippstädter für das Geschäftsjahr 2019/2020 weiterhin von einem währungs- und portfoliobereingten Umsatz zwischen 6,5 und 7 Milliarden Euro aus. Die bereinigte Ebit-Marge soll nach wie vor zwischen rund 6,5 und 7,5 Prozent liegen.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: MircoV / Shutterstock.com

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Zugehörige Werte

Evotec 22,74 EUR +0,17% +0,04
VARTA AG 77,90 EUR +0,51% +0,40
Hang Seng 26.707,69 Pkt. -0,75% -204,36
EVOTEC SE 49,348 USD +4,30% +2,03
DAX 12.774,88 Pkt. -0,12% -15,61
Dow Jones 27.206,69 Pkt. +0,46% +125,33

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