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Verhaltener Optimismus für 2020

HSBC
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Gold besitzt mit einem Plus von fast 14 Prozent in diesem Jahr den wachstumsstärksten Kurs der Edelmetalle, obwohl der Goldpreis in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben hat. Aktienmärkte, die auf neue Rekordmarken klettern, lassen Anleger in risikobehaftete Anlagen investieren. Die Sorge um eine Eskalation der globalen Handelskonflikte scheint dagegen die Feinunze zu stützen.

Das Wichtigste zu Gold vorab:
  • Niedrige Zinsen und die geopolitischen Verwerfungen stützen den Goldpreis
  • Rekordfahrt an den Aktienmärkten belasten die Feinunze, da Anleger risikofreudig sind

Verbesserte Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA haben Zuversicht verbreitet, dass eine Rezession vermieden werden kann. So konnte sich der ifo-Index, als Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, zuletzt erholen und signalisiert damit, dass der Abschwung erst einmal gestoppt zu sein scheint. In den USA fiel das BIP-Wachstum zum dritten Quartal besser aus als erwartet und auch das Konsumentenvertrauen notiert auf einem hohen Niveau. Vor dem Hintergrund dieser Wirtschaftsdaten sind Anleger bereit, Risiken an den Börsen einzugehen und engagieren sich am Aktienmarkt. So haben DAX® und der amerikanische Aktienmarkt je ein Plus von mehr als 20 Prozent in diesem Jahr erzielt. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte man das Jahr im Minus abgeschlossen.
 
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Geopolitik als Stütze für den Goldpreis

Wie schnell die Stimmung kippen kann, haben die jüngsten Ankündigungen im Handelsstreit gezeigt. So hat die US-Regierung die Demonstranten in Hong Kong verbal unterstützt, woraufhin China Gegenmaßnahmen angekündigt hat. Diese Entwicklung erschwert eine finale Vereinbarung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Sollten beide Länder kein Handelsabkommen oder eine erste Einigung bis zum 15. Dezember unterzeichnen, werden weitere Zollerhöhungen in Kraft treten. Die Unsicherheit bleibt somit bestehen, auch weil die USA gegen Brasilien und Argentinien Strafzölle verhängt hat. Sie hatten sich durch Währungsabwertungen Wettbewerbsvorteile verschafft, die zu Lasten der USA gingen.

Die drei Leitzinssenkungen der US-Notenbank Fed seit dem Sommer machen ebenfalls deutlich, dass die US-Wirtschaft nicht so robust ist wie in den Vorjahren, in welchen die Leitzinsen sukzessive angehoben wurden. Das niedrige Zinsniveau weltweit kommt dem Goldpreis ebenfalls zugute, da das Edelmetall keine Zinserträge abwirft und der Ertragsnachteil etwa gegenüber Anleihen geringer wird. Im Fall von Negativzinsen profitieren Goldanleger von diesem Umstand, weil keine negativen Erträge beziehungsweise Strafzinsen entstehen.

Positiv ist auch die Entwicklung bei den ETFs und beim Xetra-Gold, deren Bestände zuletzt trotz der aktuellen Konsolidierung gestiegen sind. Dagegen haben klassische Gold-Importländer wie China und Indien zuletzt Einbrüche erlebt. Die Goldimporte Chinas sind in diesem Jahr um rund 40 Prozent eingebrochen. Aufgrund der schwachen Währungsentwicklung in diesen Ländern hat sich die Feinunze dort deutlich verteuert. Die Saisonalität ist derzeit interessant: In den vergangenen 20 Jahren tendierte der Goldpreis im November und Dezember zu einer Konsolidierung und ab Januar bis etwa März gab es im Schnitt in diesem Zeitraum eine Kurserholung.

 
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Quelle: HSBC


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Herausgeber: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, 40212 Düsseldorf

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