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Wirecard: War da was mit der „Financial Times“? ++ ThyssenKrupp: Chef der Stahlsparte wird ausgetauscht ++ Nordex: Auftrag aus den USA

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Wirecard: War da was mit der „Financial Times“? ++ ThyssenKrupp: Chef der Stahlsparte wird ausgetauscht ++ Nordex: Auftrag aus den USA

Es gibt zwar keine Neuigkeiten bezüglich des Handelsstreits allerdings gibt es ein neues Beispiel dafür, dass die Nerven wohl auf allen Seiten Blank liegen. Heute erhebt Huawei Vorwürfe gegen FedEx und überprüft die Geschäftsbeziehungen. Laut der Chinesen sollen Pakete wohl absichtlich umgeleitet worden sein. Fedex spricht von einem Fehler. Ohne den Handelskrieg zwischen den beiden Großmächten wäre ein solcher Vorfall bestimmt nicht einmal in die Öffentlichkeit gelangt. Jetzt wird gleich böse Absicht unterstellt. So schnell können sich die Dinge eben ändern und dann auch die Anleger verunsichern.

Konsumklima-Index fällt

Von Seiten der Konjunktur gibt es heute auch keine guten Nachrichten. In Deutschland hat sich die Konsumlaune der Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftsflaute eingetrübt. Nach einer Online-Umfrage unter etwa 2000 Konsumenten meldete das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag einen Rückgang des Indexwerts für die Verbraucherstimmung im Juni um 0,1 Punkte auf 10,1 Zähler.

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Mai-Wert nach unten korrigiert

Außerdem wurde der Wert für das Konsumklima im Mai von zuvor 10,4 Punkte auf 10,2 Punkte nach unten revidiert. „Die Revision war notwendig, da im Mai ein Wechsel der Erhebungsmethode stattgefunden hat“, hieß es in der Mitteilung.

Die Marktforscher verwiesen auf die Schere zwischen Konjunkturerwartungen und Einkommenserwartungen der Verbraucher, die sich in den vergangenen Wochen weiter geöffnet habe. Während die Online-Umfrage bei den Konjunkturerwartungen einen wachsenden Pessimismus zeigte, rechnen die Verbraucher dennoch mit weiter steigenden Einkommen. Trotz der jüngsten Konjunkturflaute in der deutschen Industrie bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt nämlich ungewöhnlich robust.

Dax weiter ohne klare Linie

Die Berichtssaison ist gelaufen, im Handelsstreit ist es relativ ruhig und positive Nachrichten sind weiterhin rar gesät. Da ist es nicht verwunderlich das der deutsche Leitindex auch keine Lust hat sich großartig zu bewegen. Das Börsenbarometer geht aber immerhin mit einem im Plus in den Handelstag. Mit 12.103,88 Punkten startet der Dax 0,27 Prozent höher in den Dienstag.

Wirercard hat die „FT“-Scharte endgültig ausgewetzt

Obwohl der Dax eher orientierungslos vor sich hin dümpelt zieht die Aktie von Wirecard weiter an. Die 200-Tage-Linie wurde wieder überschritten und heute knackt das Wertpapier die Marke von 160 Euro. Damit hat der Bezahldienstleister die Attacken der „Financial Times“ endgültig verdaut, da der Kurs zum ersten Mal höher liegt als zu Beginn der „Singapur-Vorwürfe“. Die gute Entwicklung wird auch direkt durch eine weitere Nachricht unterstützt.

Web-Shop-Plattform wird erweitert

Wirecard unterstützt kleine und mittlere Händler europaweit bei der digitalen Transformation und stellt dafür eine erweiterte Version seines Online-Shop-Systems SUPR zur Verfügung. Damit kann jeder Händler einen Webshop kostengünstig und ohne Programmier-Know-how erstellen und betreiben. Mit nur wenigen Klicks können Nutzer eine ansprechende Shopping Umgebung für ihre physischen und digitalen Produkte schaffen. Mit einer Fülle von Designvorlagen und Hunderten von Möglichkeiten für eigene Anpassungen lassen sich selbst komplexe E-Commerce-Angebote mühelos umsetzen.

Ganz einfach zum Online-Shop

„Jeder Händler ist auf die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells und damit die Ermöglichung eines optimalen Kundenerlebnisses angewiesen. Mit der aktuellen Version von SUPR by Wirecard setzen wir neue Maßstäbe für Händler, die einen Unified Commerce anstreben. Unsere einfache, optisch ansprechende und professionelle Lösung nimmt Händlern alle technischen Hürden und ermöglicht somit den Betrieb eines Online-Shops, bei dem der Händler sich voll auf den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen fokussieren kann. Funktionen und Design sind exakt auf die Bedürfnisse von Händlern zugeschnitten“, sagt Philipp Walter, Vice President SUPR by Wirecard.

Mit SUPR by Wirecard werden vor allem Online-Händler angesprochen, die im Social Commerce zu den Top Playern gehören und mit einem Mix aus modernen Vertriebskanälen Unterschiedlicher Social-Media-Plattformen und der von der Wirecard dafür ausgelegten Shop-Lösung erfolgreich verkaufen.

Das 2012 gestartete Shop-System mit derzeit rund 60.000 registrierten Händlern wird monatlich um über 800 neue Online-Shops erweitert. Damit wird das von SUPR-Nutzern angebotene Leistungsspektrum täglich größer und vielfältiger – Kunden sind zum Bespiel die Biermarke Schneider Weiße, der marktführende Hersteller von süßem Senf Händlmaier und die Modemarke Lucky Me. Händler, die SUPR nutzen, vermelden Umsatzsteigerungen von bis zu 77 Prozent seit Roll-Out ihres Online-Shops.

ThyssenKrupp: Stahlsparte bekommt neue Führung

Bei Thyssenkrupp steht nach dem Aus der Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata der langjährige Chef der Stahlsparte, Andreas Goss, vor der Ablösung. Derzeit würden mit Goss „Gespräche zur Auflösung seines Vertrags geführt“, teilte Thyssenkrupp am Montag mit. Die Gespräche seien noch nicht beendet. Zuvor hatte die „WAZ“ (Dienstagausgabe) über die bevorstehende Trennung von Goss berichtet.

Goss ist seit 2014 Chef der Stahlsparte von Thyssenkrupp. Er sollte das Gemeinschaftsunternehmen mit Tata führen. „Da das Joint Venture mit Tata Steel nicht zustande kommen kann, geht es nun darum, Thyssenkrupp Steel Europe zukunftsfähig aufzustellen“, erklärte Thyssenkrupp weiter. Die Gespräche mit Goss stünden in diesem Zusammenhang. Ergebnisse stünden unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Thyssenkrupp hatte die Stahlfusion mit Tata nach Gegenwind aus der EU-Kommission gestoppt. Zugleich blies Konzernchef Guido Kerkhoff die geplante Aufspaltung des Konzern in zwei eigenständige Aktiengesellschaften ab. Entgegen den ursprünglichen Plänen bleibt der Stahl ein Kernbereich des Konzerns.

Kurz & knapp:

Nordex: Der Windkraftanlagenbauer hat von einem internationalen Projektentwickler einen Auftrag aus den USA erhalten. Das Unternehmen wird ab Frühjahr 2020 einen Windpark mit 63 Turbinen des Typs AW125/3150 mit einer Nennleistung von zusammen 198 Megawatt ausstatten. Der Auftrag beruht auf einer Safe-Harbor-Transaktion aus dem Jahr 2016. Die Nordex Group erhielt für diese Komponenten eine Anzahlung und produzierte sie im selben Jahr. Die 5% Safe-Harbor-Komponenten qualifizieren Kunden-Projekte für eine Steuervergütung, wenn die Errichtung bis zum Jahr 2020 erfolgt. Das Projekt entsteht in Texas. Die Anlagen mit 87,5 Meter Nabenhöhe werden auf Stahlrohrtürmen errichtet.

Home24: Der Online-Möbelversender verliert wegen Investitionen und einem schwierigen Marktumfeld mehr Geld. Im ersten Quartal lag der operative Barmittelabfluss bei 19,8 Millionen Euro, fast 17 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Home24 am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die bereinigte Marge des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf minus 16 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte die Ebitda-Marge noch minus 6 Prozent betragen. Dabei hätten Investitionen im ersten Quartal belastet, was teilweise auch noch im zweiten Quartal spürbar sein werde, teilte das Unternehmen mit. Ab der zweiten Jahreshälfte soll das Wachstum dann aber anziehen.

Die Erlöse stiegen im ersten Quartal währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 93 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten blieb noch ein Plus von zehn Prozent. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für das laufende Jahr. Zum Jahresende 2019 wollen die Berliner die Gewinnschwelle auf Grundlage des bereinigten Ebitda erreichen. Das Umsatzwachstum soll auf oder oberhalb der Steigerungsraten des Jahres 2018 liegen. Größter Anteilseigner an Home24 mit etwas mehr als einem Fünftel ist der Start-up-Investor Rocket Internet.

Encavis: Die Zahlen des Unternehmens aus dem Bereich erneuerbare Energien verleiheb der Aktie heute Rückwind. Ein Marktteilnehmer bezeichnete die Bilanz für das erste Quartal als solide. Einzige Ausnahme sei der operative Mittelzufluss, der gesunken sei. Die Aktie bewege sich aber oft volatil, da die Umsätze meist dünn seien. Encavis investiert vornehmlich in Solarparks und Onshore-Windkraftanlagen und übernimmt deren kaufmännische und technische Betriebsführung.

Von Markus Weingran

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Foto: Homepage Wirecard

Zugehörige Werte

ThyssenKrupp 11,67 EUR -13,61% -1,84
Nordex 12,07 EUR -2,66% -0,33
Wirecard 117,20 EUR -0,04% -0,05
THYSSENKRUPP AG 12,908 USD -13,19% -1,96
Dow Jones 27.766,29 Pkt. -0,19% -54,80
DAX 13.137,70 Pkt. -0,15% -20,44

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