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BlackRock: Größter Vermögensverwalter der Welt investiert in Blockchain-Unternehmen „Neptune Dash“ – Umdenken beim Thema Kryptowährungen?

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BlackRock: Größter Vermögensverwalter der Welt investiert in Blockchain-Unternehmen „Neptune Dash“ – Umdenken beim Thema Kryptowährungen?

„Wir sehen bei Kryptowährungen das Potenzial, dass sie in Zukunft, wenn der Markt weiter reift, weitreichend genutzt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt denken wir jedoch, dass sie nur von solchen Anlegern in Betracht gezogen werden sollten, die einen Totalverlust verkraften können.“ Das hat Richard Turnill, ehemaliger chief investment strategist von BlackRock, im Februar 2018 gesagt.

Im Juli 2018 wurde dann von verschiedenen Medien berichtet, dass BlackRock eine Expertengruppe zusammengestellt hat, um die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen dahingehend zu analysieren, ob sie für eigene Zwecke sinnvoll sind und ob sich ein Egagement lohnt. Anscheinend ist man zu einem positiven Ergebnis gekommen, denn wie die Krypto-Nachrichtenseite „DashNews“ berichtet, hat BlackRock sich nun in das Blockchain-Unternehmen „Neptune Dash“ eingekauft und besitzt jetzt über 11 Prozent der Anteile. Neben BlackRock ist zudem mit dem Vermögensverwalter „Fidelity“ ein weiterer institutioneller Investor mit an Bord (mit knapp 10 Prozent der Anteile).

Wer ist Neptune Dash?

Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen sogenannten Masternode-Sharing-Dienstleister mit der Spezialisierung auf die Kryptowährung Dash. Es betreut sowohl eigene, als auch fremde Masternodes. Was bedeutet das? Masternodes sind Knotenpunkte einer Blockchain (in Form von leistungsfähigen Rechnern), die für die komplette Speicherung der Blockchain, sowie der Überprüfung der Richtigkeit der Transaktionen zuständig sind. Kunden können also über Neptune am Dash-Ökosystem partizipieren, ohne eigene Masternodes unterhalten zu müssen.

Das besondere an Neptune Dash: Das Unternehmen ist als eines von bisher nur wenigen Blockchain-basierten Unternehmen börsennotiert. Gegründet wurde es 2017 und hat seinen Firmensitz in Vancouver, Kanada. Der Börsengang erfolgte im Mai 2018, zu einer Zeit, als der gesamte Krypto-Sektor sich nach dem letzten Hype und dem Bitcoin-Allzeithoch von 20.000 Dollar bereits in einem Bärenmarkt befand. Entsprechend negativ hat sich der Wert der Aktie entwickelt:

Snapshot Link


Gut zu sehen ist auch der Anstieg ab Mai 2019, als der Bitcoin seinen Lauf mit dem Peak bei knapp 14.000 Dollar in diesem Jahr hingelegt hat – und den restlichen Kryptomarkt in Teilen mit hochgezogen hat.

Warum scheint sich die Aktie so stark an der Entwicklung des Krypto-Sektors zu orientieren? Der Wert von Neptune Dash basiert auf den monatlichen Rewards seines Masternode-Netzwerks. Für das Betreiben der Masternodes erhält man einen Teil der Transaktionsgebühren der Kryptowährung Dash als Anreiz. Damit – und mit dem Anbieten ihrer Dienstleistungen an andere Unternehmen – verdient Neptune Dash sein Geld. Man ist also stark von der preislichen Entwicklung der Kryptowährung  Dash abhängig.

Hier die Preisentwicklung von Dash im logarithmischen Chart in den letzten drei Jahren – Diese Entwicklung korreliert ebenfalls stark mit der Aktienentwicklung.


Die Kryptowährung Dash

Dash (Kurzform von „Digital Cash“) ist eine Kryptowährung, die aufgrund ihrer schnellen Transaktionen als online-instant-Bezahlmethode funktionieren soll. Zudem ist es möglich, mit ihr komplett anonyme Transaktionen auszuführen. Anfang 2014 wurde Dash mit dem Namen „XCoin“ gestartet. Kurze Zeit später wurde die Währung in „Darkcoin“ umbenannt, danach im März 2015 endgültig in Dash.

Dash basiert auf dem Litecoin-Code, der wiederum aus dem ursprünglichen Bitcoin-Code abgeleitet wurde, mit einigen Anpassungen, um unter anderem die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Dash hat eine maximale Obergrenze von 9.190.753 Einheiten, die bereits vollständig auf dem Markt zirkulieren.

Ein weiterer Unterschied von Dash zu Bitcoin ist die Aufteilung der Transaktionsgebühren. Bei Bitcoin erhalten sie nur die „Miner“, die die Transaktionen abwickeln. Bei Dash werden 90 Prozent der Transaktionsgebühren zwischen den Minern und den Masternodes aufgeteilt. 10 Prozent fließen direkt an das Entwicklerteam, um die fortlaufende Entwicklung des Projektes zu finanzieren. Der Sitz ist in Arizona, USA.

Dash-Masternodes sind dazu da, um die Transaktionen zu überprüfen und die gesamte Blockchain speichern. Zudem haben sie ein Stimmrecht über das Dash Budget und können über Veränderungen abstimmen. Sie spielen auch eine Rolle bei der Abwicklung von anonymen Transaktionen.

Neptune Dash unterhält zudem die Tochterfirma „Neptune Stake“, die für mehr Diversifikation sorgen soll, indem über sie in weitere Tokens und Kryptowährungen investiert wird. Im Portfolio befinden sich laut website unter anderem Atom, Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Stellar, Neo, Omisego sowie Qtum.

Was könnten die Gründe für BlackRocks Engagement sein?

Die erste Frage, die sich stellt, ist – Warum investiert man nicht direkt in Masternodes, gerade angesichts der gigantischen Ressourcen, die dem Vermögensverwalter zur Verfügung stehen? Dies könnte zum einen regulatorische Gründe haben. Aber auch die Tatsache, dass das Unternehmen börsennotiert ist und der Einstieg damit einfacher war, könnte ein Grund sein. Für einen ersten Einstieg in den Sektor mag diese Variante besser sein. Zudem bringt das Untenrehmen potenziell einiges an Know-How und Hardware-Infrastruktur mit, die auch für BlackRock nicht leicht zugänglich sind.

Interessant ist aber auch, dass sich ausgerechnet für ein Unternehmen entschieden wurde, das mit der Kryptowährung Dash arbeitet, einem Coin, der aufgrund seiner Anonymität den Regulatoren potenziell ein noch viel größerer Dorn im Auge sein sollte, als beispielsweise Bitcoin, der pseudonym funktioniert  (hat man einmal die Wallet-Adresse einem Besitzer zugeordnet, kann man sämtliche Transaktionen auf der Blockchain nachverfolgen). Zudem ist auch Dash bisher stark von der Bewegung des Bitcoin-Kurses abhängig.

Langfristig besteht bei BlackRock jedenfalls viel Potenzial im Bereich Kryptowährungen, da das Unternehmen der dominante Player im weltweiten Geschäft mit börsengehandelten Fonds ist. Die BlackRock-Tochter iShares umfasst ungefähr die Hälfte des weltweiten ETF-Marktes. Bisher wurden sämtliche Bitcoin-ETF-Anträge abgelehnt. Ein Player wie BlackRock hätte jedoch ganz andere Möglichkeiten in diesem Bereich. Das Engagement in das Blockchain-Unternehmen kann somit als positiv für den Krypto-Sektor gewertet werden, da weitere Vorstöße in den Krypto-Sektor folgen könnten und das Investment nur ein erster Schritt gewesen sein könnte, um sich im Markt zu positionieren.

Von Alexander Mayer

Titelfoto: Casimiro PT / Shutterstock.com

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