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Steinhoff: Zahlen für das erste Halbjahr 2019 sind da – Aktie schießt zweistellig nach oben

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Der krisenbelastete Möbelkonzern Steinhoff hat heute seine Zahlen für das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht und - nicht überraschend - liegen die Folgen des milliardenschweren Bilanzskandals, der die Aktie zum Pennystock hat verkommen lassen, weiter schwer auf den Schultern des Unternehmens.

Steinhoff: Zahlen für das erste Halbjahr 2019 sind da – Aktie schießt zweistellig nach oben

Im ersten Halbjahr steht operativ ein Minus von 356 Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich und einschließlich der Verluste aus den Firmenverkäufen hat sich das Minus auf 571 Millionen Euro veringert, nach 609 Millionen im Vorjahreshalbjahr. Der Nettoumsatz konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 3 Prozent klettern auf nun 6,8 Milliarden Euro.

An der Börse kam das leicht verringerte Minus gut an. Die Papiere des Möbelhändlers konnten nach der Veröffentlichung um starke 14 Prozent ansteigen und nähern sich nun wieder der 10 Cent Marke.

Steinhoff Tageschart

Das Unternehmen blickt weiter schweren Herausforderungen entgegen

Die Nachwirkungen des Skandals sorgen weiterhin für Turbulenzen in den Reihen des Unternehmens. Wie letzte Woche bekannt wurde, wird Philip Dieperink seine Ämter im Management der Südafrikaner und als Finanz-Chef zum 31. August niederlegen und den Möbelkonzern Ende des Jahres endgültig verlassen. Die Trennung soll im beidseitigen Einverständnis erfolgt sein. Gründe für das Ausscheiden des Managers nannte das SDax-Unternehmen nicht. Für den CFO-Posten ist die Nachfolge bereits geregelt. Theodore de Klerk, derzeit Operations Director und Mitglied im Management Board, wird den Posten ab dem 1. September dieses Jahres übernehmen.

Steinhoff geht jetzt auch gerichtlich gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Jooste und weitere Manager vor. Allein der frühere Cheflenker soll nun umgerechnet fast 54 Millionen Euro zurückzahlen. Der ehemalige Finanzchef Ben La Grange kommt etwas glimpflicher davon. Es soll umgerechnet nur 16,4 Millionen Euro wieder zurückgeben.

Jooste und La Grange sind sich keiner Schuld bewusst

Der ehemalige Vorstandvorsitzende gilt als Hauptverdächtiger in dem Bilanzskandal rund um Steinhoff. Er soll Bilanzen aufgebläht haben und Verluste verschleiert haben. Allerdings weißt Markus Joost jede Schuld von sich. Für ihn ist Deloitte, einer der größten Wirtschaftsprüfer der Welt, verantwortlich für die Missstände beim südafrikanischen Möbelkonzern.

Auch der frühere Finanzvorstand La Grange will sich nichts vorwerfen lassen. Für ihn sind Markus Joost und Deloitte die Verantwortlichen, da sie die Prüfung an kleinere Firmen ausgelagert hätten.

onvista-Redaktion/dpa-AFX

Titelfoto: Pincasso / Shutterstock.com

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