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VIRUS/IG Metall und BUND werben für 'sozial-ökologischen' Weg aus der Krise

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Industriegewerkschaft IG Metall und die Umweltorganisation BUND fordern gemeinsam, die Corona-Krise für einen ökologischen und sozial gerechten Umbau der Wirtschaft zu nutzen. "Wir brauchen gerade jetzt gemeinsame Ziele, damit Ökologie und soziale Gerechtigkeit nicht gegeneinander ausgespielt werden können", sagte BUND-Chef Olaf Bandt der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht darum, Maßnahmen für den Klima- und Artenschutz so zu gestalten, dass sie für die Breite der Bevölkerung neue Zukunftsperspektiven bringen." Es brauche nicht nur ein "grünes Investitionsprogramm", sondern einen "gesellschaftlichen Aufbruch aus der Krise heraus".

Aus Sicht von BUND und IG Metall sollten Staatshilfen für Unternehmen an soziale und ökologische Standards gekoppelt werden. "Wenn in schlechten Zeiten und bei hohen Verlusten die Gemeinschaft stützen muss, können Unternehmen in guten Zeiten die Gewinne nicht nur privatisieren", teilten sie am Donnerstag gemeinsam mit. "Vielmehr müssen sie dazu verpflichtet werden, alle bestehenden Mitbestimmungsrechte zu achten, soziale Standards einzuhalten und ihr Geschäftsmodell kompatibel mit dem 1,5-Grad-Ziel zu gestalten." Konjunkturprogramme müssten sowohl gerecht als auch ökologisch sein.

Als Beispiele nannte Bandt etwa die klimafreundliche Sanierung von Gebäuden. Diese müsse schneller vorangebracht werden, aber ohne dass Mieter vertrieben würden. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien dürften nicht nur große Investoren profitieren, sondern auch Genossenschaften oder Stadtwerke vor Ort, sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum. In der Autobranche müssten Industriearbeitsplätze erhalten werden, aber statt große Pkw zu bauen, müsste der öffentliche Nah- und Fernverkehr ausgebaut werden./ted/DP/stk

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