Wall Street: Dow Jones kann zu Handelsbeginn klettern – Teva stürzt ab, Activision Blizzard fängt sich

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Die Wall Street ist am Mittwoch gut aufgestellt. Kurz nach Handelsbeginn steht der Dow Jones Industrial 0,51 Prozent höher bei 25.555 Punkten. Damit schließt der US-Leitindex an seine starke Vortagsentwicklung an, die ihm zeitweise den höchsten Stand seit über zwei Monaten beschert hatte. Zuvor hatte er seiner deutlichen Erholung seit Weihnachten noch etwas Tribut gezollt.

Es geht voran im Handels- und Haushaltsstreit

Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda verwies auf ermutigende Signale mit Blick auf den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit sowie einen möglichen weiteren Teilstillstand der US-Regierungsgeschäfte. Bereits am Dienstag hatten die Anleger erfreut aufgenommen, dass US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung des Anfang März auslaufenden „Waffenstillstands “ im Zollkonflikt mit China erwägt.

Zudem hatte Trump erklärt, für den von ihm geplanten Bau einer Grenzmauer zu Mexiko gebe es neben den Mitteln, die der Kongress dafür bewilligen muss, noch weitere Geldquellen. Davor hatten sich die Unterhändler seiner republikanischen Partei und der Demokraten, auf deren Stimmen Trump im Kongress angewiesen ist, grundsätzlich geeinigt. Die vorgesehen Mittel für den Mauerbau liegen aber deutlich unter den vom Präsidenten geforderten 5,7 Milliarden US-Dollar.

Teva - Ergebnisausblick lässt Aktie abstürzen

Unternehmensseitig war die Nachrichtenlage zur Wochenmitte zunächst überschaubar. Teva-Titel stürzten um 10 Prozent ab. Der Pharmakonzern hatte mit dem Gewinn im Schlussquartal 2018 ein wenig enttäuscht und war mit dem Ergebnisausblick auf das laufende Jahr weit hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Dass Unternehmenschef Kare Schultz 2019 bei der Geschäftsentwicklung mit der Talsohle rechnet, versöhnte die Anleger nicht.

Umstrukturierungsankündigungen bei Activision Blizzard zeigen Wirkung

Die Aktien von Activision Blizzard zogen indes um 4,2 Prozent auf 43,44 Dollar an, nachdem der Videospiele-Anbieter einen schwachen Ausblick gegeben und den Abbau von acht Prozent seiner Stellen angekündigt hatte. Die Firma hatte das vergangene Weihnachtsquartal und auch das gesamte Jahr mit ihren bisher höchsten Umsätzen abgeschlossen, stellte für 2019 aber einen Einbruch in Aussicht.

Branchenbeobachter vermuten hinter dem Rückgang auch einen Effekt des populären Online-Spiels „Fortnite“ des Konkurrenten Epic Games. Erst Anfang Oktober hatte die Activision-Aktie bei über 84 Dollar ihr Rekordhoch markiert. Seitdem war es steil bergab gegangen – bis Montag hatte sich der Kurs mehr als halbiert und knapp unter 40 Dollar den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht.

(Onvista/dpa-AFX)

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Titelfoto: Mikhail Leonov / Shutterstock.com

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